Foto: KURIER 29.6.2011, Glosse Gerhard Krause
Rechnungsabschluss 2010 - SP-Lindenmayr: "Wien fördert Mobilität und erhält Lebensqualität" =
Wien (OTS/SPW-K) - "Es war Mark Twain, der gesagt hat, eine gute Rede habe einen guten Anfang und ein gutes Ende und beides solle möglichst dicht beisammen liegen. Ein guter Rat, den vor allem die FPÖ beherzigen sollte, die eine Beschränkung der Redezeit vehement abgelehnt und danach nur langatmige, aber dennoch inhaltsleere Reden von sich gegeben hat. Denn dann wäre das Fernsehen für die, von der FPÖ geforderte Live-Übertragung vielleicht freiwillig geblieben. So aber ist sogar das Testbild spannender", erklärte SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr gestern in seiner Rede zum Rechnungsabschluss im Wiener Gemeinderat. "In den 40 Minuten, die die FPÖ braucht, um nichts zu sagen, legt eine Fußgängerin zwischen drei und fünf Kilometern zurück bzw. gelangt man mit den Öffis vom Rathaus in die SCS", betonte Lindenmayr.
Aktuelle Prognosen sagen, dass in wenigen Jahren 70% der Erdbevölkerung in Städten leben werden, in Wien wird die Einwohnerzahl in naher Zukunft auf knapp 2 Millionen ansteigen. Darauf müsse sich Wien rechtzeitig vorbereiten. Dazu gehöre, die Regeln des Zusammenlebens in allen Bereichen des täglichen Lebens immer wieder neu zu definieren und zu überarbeiten. "Besonders in der Verkehrspolitik gilt es, intelligente Lösungen zu finden, um die
bevorstehenden Herausforderungen bewältigen zu können", erklärte Lindenmayr, der betonte: Die Verkehrspolitik in Wien sei seit vielen Jahren vom Bemühen geprägt, Mobilität zu fördern und dabei der Verkehrssicherheit und Lebensqualität, dem Gesundheitsschutz sowie der Rücksichtnahme auf Umwelt- und Klimaschutz gerecht zu werden. "Daher sieht der Masterplan Verkehr die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und die Steigerung des Radverkehrsanteil auf von 10% im Jahr 2015 vor", erklärte der Gemeinderat, der in Richtung ÖVP festhielt: "Die U-Bahn nach Rothneusiedl kommt, allerdings erst dann, wenn sie auch Sinn macht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für den Ausbau der U-Bahn ins niederösterreichische Umland. Wir verschließen uns dieser Möglichkeit nicht, wenn Niederösterreich bereit ist, die gesamten Kosten zu tragen."
Viel geschehen sei bereits beim Ausbau des Wiener Radwegenetzes: "Im Jahr 1970 gab es in Wien ein elf Kilometer langes Radwegenetz, 1986 waren es 168 Kilometer und mit Ende des Jahres 2010 war das Radwegenetz bereits 1190 Kilometer lang. Alleine im vergangenen Jahr wurden in sechs Wiener Bezirken neue Radwege fertig gestellt", erinnerte Lindenmayr.
Die Wiener Parkraumbewirtschaftung sei ein Erfolgsmodell und trage über die Zweckwidmung ihrer Einnahmen dazu bei, neue Park&Ride-Anlagen und Wohnsammelgaragen zu errichten, das Ausbauprogramm des öffentlichen Verkehrs sowie die Förderung der Verkehrssicherheit zu unterstützen und den Anteil des Radverkehrs zu heben, betonte Lindenmayr abschließend. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Rathausklub, Presse, Mag. Louis Kraft, Tel.: (01) 4000-81 943, louis.kraft@spw.at
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