Keine Geschenke für Superreiche, dafür Erhöhung der Pendlerpauschale um 15%
Ein großer Tag für die PendlerInnen in unserem Land – die SPÖ konnte sich in den Verhandlungen mit der ÖVP durchsetzen und eine deutliche Entlastung für jene Menschen in Österreich erwirken, die berufsbedingt aufs Pendeln angewiesen sind. Eigentlich hätte die Einigung darauf ja bereits letzte Woche stattfinden sollen, aber die ÖVP blockierte und wollte die Erhöhung der Pendlerpauschale an Steuergeschenke für Superreiche binden. Und genau diese Blockadehaltung und Klientelpolitik der ÖVP galt es auch in meiner ersten Rede als Mitglied des Finanzauschusses darzustellen. „Wer gibt wem was und wie viel“ – diese Frage stellte ich heute im Plenum im Rahmen der Debatte über Pendlerpauschale, die live übertragen wurde. Sehr aufgeregt und sehr laut wurden die KollegInnen aus der ÖVP als ich die Erhöhung der Pendlerpauschale als Erfolg der SPÖ nannte – und ich darlegte, wer in unserem Land Politik mit sozialer Handschrift macht.
Das Verhandlungsergebnis im Detail: Die 400 Millionen werden nicht an die Privatstiftungen ausbezahlt, aber die PendlerInnen erhalten die 15 % Erhöhung. Wir müssen dafür sorgen, dass alle in diesem Land die gleichen Chancen haben müssen, die Mobilität und somit den Lebensstandard und die Lebensqualität erhalten zu können. Mittlerweile ist es bereits so, dass die notwendigen Fahrten zwischen Arbeitsplatz und Wohnort teilweise bis zu einem Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Und genau hier setzt die Erhöhung der Pendlerpauschale an. Lebensrealitäten der Menschen ernst nehmen und handeln. Und die SPÖ hat gehandelt.

Bettina Stadlbauer schreibt am 2008-06-06 16:49:24