Aus den Schilderungen von Niels Annen wurde deutlich, dass der Konflikt äußerst komplex ist, und dass am Beginn eines
Friedensprozesses Gespräche mit sämtlichen AkteurInnen aus der Region stehen müssen. In diesem Sinne verurteilte Niels Annen die Nahost-Politik der USA, die Syrien, einen der Hauptakteure in diesem ausgedehnten Konflikt, "zur exklusiven Achse des Bösen zählt", und somit konstruktive Dialoge verhindern würde. Allerdings bietet diese Haltung der USA eine große Chance für Europa, sich als Union außenpolitisch zu profilieren.
Es braucht mehr gesamt-europäisches Engagement im Nahen und Mittleren Osten. Bisher sind es allerdings eher Nationalstaaten wie eben Deutschland und Italien gewesen. Erstmals in der Geschichte akzeptiert Israel, dass "fremde Truppen" in der Region eingreifen, dies könnte auch ein Beispiel für die Verbesserung der Situation in den besetzten palästinensichen Gebieten sein.
Welche Rolle könnte Österreich in der Beilegung des
Nahostkonflikts einnehmen? Gerade ein kleines, neutrales Land kann Ort der Zusammenkunft sein, und auch Städte können einen wesentlichen Beitrag zur Außenpolitik eines Landes leisten. Abseits von ideologisch geleiteten Verhandlungen kann man durch ziviles Krisenmanagement und Wiederaufbau die Grundlagen für eine sinnvolle gesellschaftliche Entwicklung schaffen
Ich halte es für notwendig, sich zu jeder Zeit, also auch in einem Wahlkampf mit globalen, friedenspolitischen Fragen auseinander zusetzen. Gerade das ist auch eine Tradition der Sozialdemokratie.
Danke: an Niels Annen für die Reise nach Wien und den Vortrag, an die Moderation von Elisabeth Vitouch, für die rege Diskussion und an das Team für Wien.

Andreas Schieder schreibt am 2006-09-15 10:40:10
Mittwoch, 13.9. 18:30 Uhr Zukunftswerkstätte:
Heute war ich auf Betriebsbesuch bei der Rettung in Penzing. 24 Stunden-Dienst für unsere medizinische Sicherheit, kein leichter Job. Aber extrem wichtig für die Gesellschaft.
Niels Annen schreibt am 2006-09-11 12:30:37
Mittwoch, 13.9. 18:30 Uhr Zukunftswerkstätte: