In einer Pressekonferenz anlässlich des internationalen Tags gegen weibliche Genitalverstümmelung haben heute Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek, die Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien, Beate Wimmer-Puchinger, die Kinderärztin Dr. Nesrin Sayed-Ahmed und ich, als Initiatorin der österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung auf diese immer noch existierende Menschenrechtsverletzung gegen Frauen hingewiesen. Wir haben die unterschiedlichen Ebenen beleuchtet, auf denen wir dagegen aktiv sind und mich freut es feststellen zu können, dass im Gegensatz zu vor sieben Jahren, als wir die Plattform gegeründet haben, viele Menschen in Österreich über FGM (female genital mutilation) in Österreich bescheid wissen. Die Bandbreite dessen, was mittlerweile alles zur Bewußtseinsbildung, zur Information und Prävention angeboten wird, ist echt beeindruckend. Mehr Infos zu den Aktivitäten auf unserer Homepage!
Link: http://www.stopfgm.net/

Petra "Penny" Bayr schreibt am 2010-02-04 12:18:41
Immer noch glauben viele junge Mädchen, die Pille schütze vor Aids. Manche türkische Burschen sind der Meinung, sie sind aufgrund ihrer Abstammung von der Krankheit geschützt. Das Kondom gilt als unmodern - und doch ist es beim Sex neben dem Femidom die einzige Methode, übertragbare Krankheiten wie HIV zu verhindern.
Danke an alle, die sich heute am friedlichen Protest gegen den Kommers der Burschenschafter beteiligt haben und ein leuchtendes Zeichen gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Herrenmenschentum gesetzt haben. Viele hundert Menschen waren hinterm Rathaus und haben mit Kerzen den Schriftzug "Wiener Lichter" gebildet. Damit haben sie gezeigt, dass sie mit den rückwärtsgewandten Ideen der Schmissgermanen nicht einverstanden sind und Weltansichten wie dass die Rasse die Intelligenz eines Menschen bestimmt (nachzulesen auf der Homepage der Olympia) keineswegs mehrheitsfähig sind.
Wenn von Freitag bis Sonntag dieser Woche sich in Wien schlagende Burschenschafter treffen und ihre Existenz feiern, so besingen sie ihr ewiggestriges Weltbild: eines das Menschen nach rassischen Merkmalen, nach Geschlecht, nach Herkunft, Religion und sexueller Orientierung ausgrenzt, die deutsche Volksgemeinschaft beschwört und Werten nachhängt, die mit einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr viel zu tun haben.
Seit gestern Nacht werden der Porr Tower in Favoriten und der Florido Tower in Floridsdorf mit dem welteweit größtem Statement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit bestrahlt. Dies ist der Output unserer Aktion am Donauinselfest mit dem Motto "Toleranz hat viel Gesichter", bei der sich 14.000 Menschen für diese Aktion fotografieren haben lassen.