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LAPP BLOG 2010

Erfahrungen direkt aus der Politik. Erlebnisse direkt von den Couloirs des Parlaments. Als Abgeordnete, als Präsidentin der Wiener Sozialdienste, als Rote gibt es viel zu berichten, das ihr sonst nirgendwo lesen könnt. Wenn ihr weiterhin dabei sein wollt, würde es mich freuen - Eure Christine Lapp www.christinelapp.at

Öffentlich, seit 2008-07-23 15:15:02 eröffnet von Christine Lapp

Letzte Änderung: 2010-01-05 14:09:46

13. Familienbeihilfe für alle Kinder

Christine Lapp schreibt am 2008-08-26 15:05:35

Endlich ist ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. Neben den Maßnahmen zum Kampf gegen die Teuerung haben sich auch viele Eltern behinderter Kinder bei mir gerührt und begrüßen den Vorstoß von Werner Faymann, dass die 13. Familienbeihilfe für alle Kinder und nicht nur für die 6 bis 19 Jährigen in Ausbildung bezahlt werden soll. "Was kann ich dafür, dass mein Sohn als Autist in keine Ausbildungsmaßnahme kommen kann, da er das nicht schafft und ich ihn den ganzen Tag betreue. Job habe ich schon längst aufgegeben und wir leben vom Pflegegeld und der erhöhten Familienbeihilfe. Auto könnte ich mir nicht mehr leisten, brauche es aber dringendst um zu den Therapien zu gelangen," schreibt mir eine Mutter aus Kärnten. Sie ist froh, dass die SPÖ wenigstens als einzige Familienpartei an alle Familien denkt .

Link: http://www.christinelapp.at

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Knallroter Autobus

Christine Lapp schreibt am 2008-08-23 11:59:35

Er fährt wieder los. Der knallrote Autobus mit dem ich durch Simmering touren werde. Das Oldtimer Gefährt erregt große Aufmerksamkeit und wir bleiben bei Straßenbahnhaltestellen entlang der Simmeringer Hauptstraße stehen und laden Leute ein, ein Stück des Weges mit uns zu fahren. Das tuckernde Gefährt bringt alle Menschen entlang der Strecke zum Strahlen und zaubert ein Lächeln auf ihre Gesichter. Wir Roten stehen nämlich für eine Politik und einen Wahlkampf der Verbesserungen und nicht der Aufhetzung oder des Mobbing. Wir müssen uns darum kümmern, dass die Chancen für alle Menschen gegeben sind. Darum muss sich der Staat kümmern und darum sind wir den Menschen verpflichtet für Verbesserungen in ihren Lebenssituationen zu arbeiten. Egal ob es sich um den Arbeitsmarkt, die Bildung und Ausbildung, die Gesundheit, die Pensionen, die Mobilität, die Infrastruktur, die Pflege und die Pensionen handelt. Es sind die Verbesserungen für alle Leute.
Da fährt der knallrote Autobus durch Simmering: Sonntag 7.9. ab 16 Uhr, Samstag 13.9. ab 15 Uhr, Mitwwoch 17.9. ab 16 Uhr Donnerstag 25.9. ab 16 Uhr. Abfahrt immer von der Grillgasse 3. Fahrt mit!

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Kameruner in Simmering

Christine Lapp schreibt am 2008-08-21 11:33:21

Gemeinsam mit einigen Freunden aus Kamerun arbeiten wir politisch gemeinsam in Simmering. Jeden Tag planen wir neue Wahlkampfaktivitäten. Raymond mußte aus Kamerun fliehen, da dort ein Diktator herrscht und wenn jemand sich über etwas aufregt, ist es besser das Land zu verlassen. Das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt. Aber Raymond war Bürgermeister in seinem Dorf und wollte Verbessserungen für seine Leute erreichen. Er hat auch als Mittelschulprofessor im Kamerun gearbeitet und in Österreich wurde seine Ausbildung nicht anerkannt, er hätte alles nachmachen müssen. Nun hat er eine Ausbildung als Pflegehelfer fertig und ist auf Jobsuche. Seine Frau Hortense arbeitet bereits als Heimhilfe bei den Wiener Sozialdiensten. Der Verein der Kameruner in Wien hat eine Präsentation in unserer Sektion gemacht. Im Kamerun spiegelt sich ganz Afrika mit allen Landstrichen und Spezialitäten. Es gibt Gebirge, Wüste, Steppe, Küste und grüne Landstriche. Raymond und seine Freunde arbeiten aktiv in der SPÖ mit und erzählen uns auch immer wieder, wie es ist als Schwarzafrikaner in Wien zu leben. Viele Leute glauben, dass alle Afrikaner Englisch reden, doch Raymond spricht perfekt Französisch und ärgert sich darüber, dass keiner auf die Idee kommt, dass auch Französisch eine Sprach Afrikas ist. Das Bild, dass Schwarzafrikaner automatisch Dealer sein könnten ist sehr stark.Unsere Sektion ist stolz, dass wir eine große Gruppe von vielen unterschiedlichen Personen und Persönlichkeiten sind. Unsere Mischung ist wirklich einmalig und wir fühlen uns wohl in der Gemeinsamkeit.

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Clara Fey Kinderdorf

Christine Lapp schreibt am 2008-08-19 11:24:53

Meine Aufgabe als Sprecherin für behinderte Menschen ist es auch, mir Einrichtungen und Angebote anzuschauen. Für mich ist das konkrete Erleben immer tiefergehend als das Lesen von Berichten. In den Sommermonaten gehen sich solche Termine besser aus als im normalen Alltag. Das Clara Fey Kinderdorf ist in Döbling gelegen. Inmitten einer ruhigen und beschaulichen Villengegend haben hier die Schwestern vom armen Kinde Jesu die ehemalige Esder-Villa für schwerstbehinderte Kinder adaptiert. Nachdem geistliche Schwestern weniger werden, ist auch hier eine Verweltlichung eingezogen. Ein Trägerverein und drei GeschäftsführerInnen bemühen sich um wirtschaftliche Ausgeglichenheit, die aber Hand in Hand mit professioneller Betreuung und Begleitung gehen muss. Nachdem früher durch die geistlichen Schwestern geringe Personalkosten angefallen sind, und nun eine Umstellung erfolgt, braucht das Clara Fey Kinderdorf höhere Tagsätze als früher. Die Stadt Wien vergibt Tagsätze für Kinder, die hier in Wohngemeinschaften betreut werden. Auch Kinder aus anderen Bundesländern sind hier untergebracht. Viele schwerstbehinderte Kinder haben wenig Familienanschluss und ihre Familie befindet sich am Gelände vom Stefan Esders Platz. Die BetreuerInnen und die anderen Kinder in den WGs bilden da eine Familie in einem anderen Sinne, genau das ist aber wichtig für die Entwicklung der Kinder. Wir schauen uns einige Wohngemeinschaften an. Ein geruhsamer Sommernachmittag, der sich auch in den Zimmern der WGs widerspiegelt. Die Kleineren spielen mit Lego oder Bauklötzen, die größeren Jugendlichen sitzen vor dem Computer. Alle freuen sich auf den Besuch, der überraschend kommt. Und ich werde gefragt, wo ich arbeite, wie ich heiße und ob ich eine neue Betreuerin bin. Bei dem Rundgang schauen wir uns auch die Klassenräume und den Hortbereich an. Es werden hier im Schuljahr schwerstbehinderte Kinder unterrichtet. Frau Luss-Brunner ist Geschäftsführerin. Sie kommt aus der Schweiz, was noch hörbar ist, arbeitet aber schon Jahrzehnte in Österreich und hat große Erfahrung im Sonderpädagogischen Bereich. Seit einem Jahr ist sie hier als Geschäftsführerin tätig. Beim Verabschieden treffen wir Jugendliche, die selbständig einkaufen waren und denen ein Joghurt zerplatzt ist. Der Kampf mit den Einkaufssackerln und den Joghurtspuren beschäftigt auch uns.

Link: http://www.clara-fey-kinderdorf.at

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Politik mit Sacharbeit oder als Unterhaltung wie Dschungelcamp?

Christine Lapp schreibt am 2008-08-15 11:37:44

Der Haider ist wieder da aber nicht ganz, denn er kandidiert zwar für sein marodes BZÖ, aber nur um die Spitze zu bilden. Eigentlich will er ja Landeshauptmann bleiben, oder Bundeskanzler oder ..... Da wird ein Angebot an die WählerInnen gemacht, das eine große Mogelpackung ist. Die Wiedervereinigung mit der F steht schon wieder im Raum, denn der ehemalige Dobermann, stärkster Kritiker der Orangen soll auch auf deren Liste kandidieren. Politik auf dem Niveau von Shows wie Dschungelcamp etc. Wollen das die WählerInnen? Wollen Sie nur unterhalten werden, oder wollen sie doch vernünftige Sacharbeit, dass sich Bedingungen verbessern, dass mehr Leute mehr Chancen kriegen. Wir stehen für sachorientierte Politik und nicht für die Soapfolge 756 einer abgehalfterten Unterhaltungstruppe.

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