Meine Aufgabe als Sprecherin für behinderte Menschen ist es auch, mir Einrichtungen und Angebote anzuschauen. Für mich ist das konkrete Erleben immer tiefergehend als das Lesen von Berichten. In den Sommermonaten gehen sich solche Termine besser aus als im normalen Alltag. Das Clara Fey Kinderdorf ist in Döbling gelegen. Inmitten einer ruhigen und beschaulichen Villengegend haben hier die Schwestern vom armen Kinde Jesu die ehemalige Esder-Villa für schwerstbehinderte Kinder adaptiert. Nachdem geistliche Schwestern weniger werden, ist auch hier eine Verweltlichung eingezogen. Ein Trägerverein und drei GeschäftsführerInnen bemühen sich um wirtschaftliche Ausgeglichenheit, die aber Hand in Hand mit professioneller Betreuung und Begleitung gehen muss. Nachdem früher durch die geistlichen Schwestern geringe Personalkosten angefallen sind, und nun eine Umstellung erfolgt, braucht das Clara Fey Kinderdorf höhere Tagsätze als früher. Die Stadt Wien vergibt Tagsätze für Kinder, die hier in Wohngemeinschaften betreut werden. Auch Kinder aus anderen Bundesländern sind hier untergebracht. Viele schwerstbehinderte Kinder haben wenig Familienanschluss und ihre Familie befindet sich am Gelände vom Stefan Esders Platz. Die BetreuerInnen und die anderen Kinder in den WGs bilden da eine Familie in einem anderen Sinne, genau das ist aber wichtig für die Entwicklung der Kinder. Wir schauen uns einige Wohngemeinschaften an. Ein geruhsamer Sommernachmittag, der sich auch in den Zimmern der WGs widerspiegelt. Die Kleineren spielen mit Lego oder Bauklötzen, die größeren Jugendlichen sitzen vor dem Computer. Alle freuen sich auf den Besuch, der überraschend kommt. Und ich werde gefragt, wo ich arbeite, wie ich heiße und ob ich eine neue Betreuerin bin. Bei dem Rundgang schauen wir uns auch die Klassenräume und den Hortbereich an. Es werden hier im Schuljahr schwerstbehinderte Kinder unterrichtet. Frau Luss-Brunner ist Geschäftsführerin. Sie kommt aus der Schweiz, was noch hörbar ist, arbeitet aber schon Jahrzehnte in Österreich und hat große Erfahrung im Sonderpädagogischen Bereich. Seit einem Jahr ist sie hier als Geschäftsführerin tätig. Beim Verabschieden treffen wir Jugendliche, die selbständig einkaufen waren und denen ein Joghurt zerplatzt ist. Der Kampf mit den Einkaufssackerln und den Joghurtspuren beschäftigt auch uns.

Christine Lapp schreibt am 2008-08-19 11:24:53
Der Haider ist wieder da aber nicht ganz, denn er kandidiert zwar für sein marodes BZÖ, aber nur um die Spitze zu bilden. Eigentlich will er ja Landeshauptmann bleiben, oder Bundeskanzler oder ..... Da wird ein Angebot an die WählerInnen gemacht, das eine große Mogelpackung ist. Die Wiedervereinigung mit der F steht schon wieder im Raum, denn der ehemalige Dobermann, stärkster Kritiker der Orangen soll auch auf deren Liste kandidieren. Politik auf dem Niveau von Shows wie Dschungelcamp etc. Wollen das die WählerInnen? Wollen Sie nur unterhalten werden, oder wollen sie doch vernünftige Sacharbeit, dass sich Bedingungen verbessern, dass mehr Leute mehr Chancen kriegen. Wir stehen für sachorientierte Politik und nicht für die Soapfolge 756 einer abgehalfterten Unterhaltungstruppe.
Einige Gruppen arbeiten schon in Simmering an den Wahlkampfaktivitäten. Es wird überlegt, diskutiert, gelacht und geschmunzelt. Ideen werden gewälzt und wieder verworfen, neue Ideen entstehen. Jetzt wird noch nichts verraten, denn die Überraschungen müssen gut präsentiert werden. Derzeit beantworte ich auch zahlreiche Fragebögen von Organisationen behinderter Menschen. Wir können dabei unsere Fortschritte in den letzten Jahren zeigen und auch darauf hinweisen, was wir in Zukunft machen wollen. Heute habe ich auch an meine Zielgruppenverteiler die Kapitel, Bildung, behinderte Menschen und Pflege aus dem Wahlmanifest ausgeschickt. Ich stelle euch noch die einzelnen Kapitel vor.
Die Bundesfrauenkonferenz und der Bundesparteitag sind vollbracht. Innerhalb von wenigen Wochen wurden zwei Großveranstaltungen hervorragend organisiert. Bei der Bundesfrauenkonferenz konnten die Ministerinnen Berger, Schmied und Silhavy ihre Schwerpunkte und ihre Bilanzen präsentieren. Diese Frauen haben noch viel vor und sind sehr umsetzungsorientiert. Da werden Nägel mit Köpfen gemacht. Vom Bildungsbereich bis zum Justizbereich warten noch viele wichtige Veränderungen auf Umsetzungen. Gleichstellung von Frauen und bessere Angebote für die Lebenswelten von Frauen sind bei uns Programm. Bei anderen Parteien höchstens ein schaler Satz auf dünnen Lippen....
Das Schloss Neugebäude ist im Sommer ein wichtiger Treffpunkt in Simmering. Es gibt sogar einen eigenen historischen "Schinken" von dem italienischen Autorenpaar Monaldi und Sorti über das Neugebäude. "Veritas" erzählt zahlreiche Geschichten ums Neugebäude. Nach einer Tour mit Bundesrat Reinhard Todt, bei der wir die Standorte der Dreieckständer für die Wahl überprüft und verändert haben, kehren wir im Schlosshof vom Neugebäude ein und treffen einige Freunde und Bekannte. Unsere Gespräche reichen von der AUA, über Berufliches und Politisches, sogar über spanische Windhunde bekommen wir Infos.