Letzte Woche war ich mit den entwicklungspolitischen SprecherInnen der anderen Parteien, JournalistInnen und sonstigen Involvierten in Mosambik, einem Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. In der ersten Wochenhälfte haben wir Projekte in der Provinz Sufala besucht - Landwirtschaft, Bildung, Stadtplanung, Wasser und Siedlungshygiene sind dort unsere Schwerpunkte. Was wir gesehen haben, hat sehr beeindruckt, die Projekte sind wirklich nahe an den Befürfnissen der Menschen. In der zweiten Wochenhälfte führten wir in Maputo politische Gespräche und begründeten eine Partnerschaft zwischen dem mosambikanischen und dem österreichischen Parlament. Ich freu mich schon auf den Besuch der mosambikanischen Abgeordneten im Mai und schmiede eine Menge Pläne, woran wir gemeinsam weiterarbeiten können.

Petra "Penny" Bayr schreibt am 2007-11-01 19:32:13
Diese Woche war ich sehr international unterwegs. Am Montag und Dienstag war ich bei einer interparlamentarischen Konferenz in Brüssel zum Thema Klimawandel. In der Diskussion mit dem Umweltkommissar der EU, Stavros Dimas, hab ich versucht, den Anwesenden eine Devisentrasaktionssteuer schmackhaft zu machen, um die Entwicklungsländer darin zu unterstützen, sich die notwendigen Anpassungen aufgrund der Klimaerwärmung leisten zu können. Der Kommissar jedenfalls hatte es nicht so sehr mit der Steuer. Am Mittwoch war ich dann wieder in Österreich und da stand eine PK mit Yakin Ertürk, der UN-Sonderbotschafterin zu Gewalt gegen Frauen, am Programm - damit haben wir es sogar in die Mittags-ZiB geschafft. Die Veranstatlung mit ihr am Abend im ega war toll und wir hatten eine gute Diskussion. Am Donnerstag hat dann die parlamentarische Freundschaftsgruppe zur reproduktiven Gesundheit, der ich angehöre, ins Parlament zu einer Information über die Vernachlässigung und Benachteiligung von Mädchen eingeladen.
Gestern mussten in Favoriten wieder einmal Strache und Co vor den wütenden FavoritnerInnen mit Tretgittern gesichert werden. Die Leute wollten einfach ihre Wut über die xenophoben Ankübelungen los werden, die von Leuten wie Strache immer wieder wie im Reflex kommen.
Wenn CO2 Moleküle demonstrierend durch die Stadt marschieren, muss ich als Umweltsprecherin der SPÖ natürlich nachfragen, wer sie geschickt hat. Ernüchtend, denn so genau wissen sie es selbst nicht, aber ein Prospekt verschafft dann Klarheit: eine deutsche Firma, die Elektroscooter anbietet und sich nicht einmal die Mühe macht, ihren Folder auch nur ansatzweise auf österreichische Verhältnisse zu adaptieren. Denn das drinnen angesprochene Erneuerbare Energie Gesetz (der Deutschen) hätt ich in Österreich auch gerne, nur sind wir meilenweit davon entfernt. Am Mittwoch wird Bartenstein eine Evaluierung unserers Gesetzes präsentieren, ich fürchte nach dem Motto "more of the same"... Dabei wäre es so wichtig, dass im Ausbau der erneuerbaren Energieträger wirklich was weitergeht. Momentan hält die Steigerung nicht einmal mit unserem jährlichen Mehr an Energieverbrauch von plus 3,5 Prozent (!) mit. Wird noch ein längerer Kampf in der Koalition werden, dass wir zu einem effektiven Gesetz kommt, das erneuerbare Energien wirklich effizient fördert!
In der letzten Woche hab ich einige Diskussionen über mein Nicht-mehr-Bloggen und das Nutzen modernenr Technologien in der tagespolitischen Auseinandersetzung geführt. Das Ergebnis: ich werde wieder bloggen und der Anlass hat nicht lange auf sich warten lassen: Es gibt wieder einmal eine Diskussion über die Gehälter von PolitikerInnen - jene aus Mandat und aus Erwerbseinkommen. Ich kann nicht im Ansatz nachvollziehen, warum darum so ein Theater gemacht wird und meine, ALLE Einkünfte sollten offengelegt werden. Wie ich jetzt grad den Gehaltszettel der SPÖ Wien geöffnet hab, wo ich halbtags in der Öffentlichkeitsarbeit werke, war klar: ich möchte veröffentlichen, was ich verdiene, ich bin der Ansicht, da gibt es überhaupt nichts zu verstecken!