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Menschenschicksale

Auf diesem Block werde ich über meine Arbeit als, Antidiskriminierungs-, Gleichbehandlungsbeauftragte für gleichgeschlechtliche transGenderLebensweisen, und Integrationsbeauftragte für den 12., Wiener Gemeindebezirk berichten

Offen, seit 2008-08-29 07:24:58 eröffnet von Simone Mayer

Letzte Änderung: 2008-09-13 21:13:24

Flüchtlingsverein Ute Bock

Simone Mayer schreibt am 2008-09-13 21:13:56

In meiner Arbeit im 12., Bezirk, bin ich natürlich auch von den Ereignissen im Kabelwerk betroffen.
Die dort untergebrachten Afrikaner sollen nun, wenn es nach dem Willen des SFW und des Kabelwerkbetreibers geht, ausgesiedelt und in Asylantenheime verlegt werden.
Warum musste das geschehen?
Ich warne seit Monaten die Dienststellen der Stadt Wien, aber auch den SFW vor den Problemen die der Verein Ute Bock mit den Zahlungen hat. Man hat alles ignoriert, ja man hat nicht einmal die angebotene Hilfe an Ute Bock durchgeführt. Wenn heute irgendwer von diesen Dienststellen oder dem Fond sagt, er habe nichts davon gewußt, dann wird hier bewußt die Unwahrheit gesagt, um die Menschenverachtende Handlungsweise, die hier passiert ist, zu vertuschen.
Ich hoffe, dass man den Verein Ute Bock noch retten kann, denn Ute Bock ist der letzte Strohhalm, den Menschen in Not noch haben. Von unserer Politik werden Sie ja alleine gelassen.
Ja noch mehr, man schickt alles was unbequem ist, zu Ute Bock.

1 Kommentare -

Fremdenpolizei - Staat im Staat?

Simone Mayer schreibt am 2008-09-13 21:14:41

28.08.2008
Heute hatte ich einen Besuch von einer sehr verzweifelten Frau. Ihr Freund, den sie bald heiraten wollte, wurde von der Fremdenpolizei verhaftet, und nur nach einer Nacht in Schubhaft, in die Türkei abgeschoben.
Wie kam es dazu?
Es war eine Aktion mitten in der Nacht. Um 23 Uhr standen drei Fremdenpolizisten vor der Tür dieser Frau. Sie verschafften sich Eintritt und fingen die Ausweise der beiden zu kontrollieren an. Der Mann hatte ein gültiges Visum, ausgestellt von Griechenland.
Nun behaupteten die Fremdenpolizisten, dass der Verdacht bestehe, dieses Visum sei gefälscht. Man nahm den Mann mit, sperrte ihn ein, und schob ihn am nächsten Tag in die Türkei ab. Selbstverständlich bekam der Mann auch einen Bescheid, wo die Abschiebung Ihm mitgeteilt wurde, aber im gleichen Atemzug wurde dieser Bescheid auch schon vollstreckt. Dieser Mann hatte überhaupt keine Change dagegen zu Berufen oder sich einen Rechtsanwalt zu nehmen.
Als ich gestern bei der Fremdenpolizei anrief und fragte was das soll, bekam ich die Antwort " Er kann ja von der Türkei aus Berufen "
Eine Vorgangsweise, die jeder Menschenrechtskonvention widerspricht.

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