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Öffentlich, seit 2009-03-09 14:38:20 eröffnet von Lisa Werderitsch

Das Wiener Jugendpaket wirkt!

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-23 13:59:12


Jugendliche haben es in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise schwerer, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Um die Jugendlichen in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen, hat die Stadt Wien bereits Anfang 2009 das Wiener Arbeitsmarktpaket geschnürt, das ein besonderes Augenmerk auf die Unterstützung der jungen WienerInnen legt. Von den zusätzlichen 33 Millionen Euro, die von Vizebürgermeisterin Renate Brauner gemeinsam mit dem AMS für die Unterstützung des Wiener Arbeitsmarkts bereitgestellt wurden, sind alleine rund 14 Millionen Euro für ein eigenes Jugendpaket reserviert."Es ist mir besonders wichtig, dass wir gerade jungen Menschen Perspektiven für die weitere berufliche Laufbahn bieten können", betont Vizebürgermeisterin Brauner, "deshalb unterstützen wir die Wiener Jugendlichen auf mehreren Ebenen. Einerseits bieten wir ihnen eine solide Ausbildung und ermöglichen es ihnen, versäumte Bildungsabschlüsse kostenlos nachzuholen. Andererseits helfen wir ihnen beim Einstieg ins Berufsleben. Dass das Wiener Jugendpaket wirkt, zeigt der deutliche Rückgang der Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen."


Die Stadt Wien unterstützt damit die Anstrengungen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer zur Umsetzung der Ausbildungsgarantie des Bundes. "Eine gute Ausbildung ist der Schlüssel für eine solide berufliche Zukunft. Wer eine Lehrstelle haben will, wird eine bekommen. Das setzen wir mit der Ausbildungsgarantie auch praktisch um", betont Minister Hundstorfer und nennt konkrete Beispiele. "Die Kapazitäten für die überbetriebliche Lehrausbildung werden ausgebaut, das Kontingent österreichweit auf 12.300 Plätze angehoben. Mit der 'Aktion Zukunft Jugend' und der Jugendstiftung haben wir zwei weitere Maßnahmen gesetzt, um jungen Menschen einen besseren Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Österreich zählt damit trotz der Probleme am Jugendarbeitsmarkt bei der Beschäftigung junger Menschen zu den führenden Ländern der EU 27 und liegt nach den Niederlanden auf Platz zwei im europäischen Vergleich."Hintergrund: Das Wiener Jugendpaket 2009


Das Wiener Jugendpaket im Rahmen der konjunkturstützenden Maßnahmen der Stadt Wien besteht aus drei Säulen:


o 1.000 neue Lehrplätze in den Lehrwerkstätten: Gegenüber dem Vorjahr wurden die bestehenden Plätze in den überbetrieblichen Lehrwerkstätten für das aktuelle Lehrjahr von 3.500 auf 4.500 aufgestockt. AMS und Stadt Wien setzen dafür 84 Millionen Euro ein.


o Zusätzlich wird aktuell das Angebot "Meine Chance" eingeführt: Damit erhalten 250 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren die Möglichkeit, versäumte Bildungsabschlüsse nachzuholen und sich maßgeschneidert weiterzubilden. Für "Meine Chance" werden 1,85 Millionen Euro aufgewendet.


o Darüber hinaus starten 2010 neue Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche, die am Übergang zwischen Schule und Beruf Hilfestellung benötigen. Die Stadt Wien investiert gemeinsam mit dem AMS sechs Millionen Euro.Wiener Lehrstellenmarkt: Weniger Lehrstellensuchende trotz Krise


In Wien wählen rund 30 Prozent der jährlich 16.000 SchulabgängerInnen eine Lehre als Berufsausbildung. Ende 2008 gab es in Wien mehr als 18.000 Lehrlinge in 4.800 Wiener Betrieben und Lehrwerkstätten. Die Wiener Lehrausbildung kommt nicht nur den jungen WienerInnen zugute, sondern auch Lehrlingen aus anderen Bundesländern: Rund 23 Prozent der Wiener Lehrlinge haben ihren Hauptwohnsitz nicht in Wien, sondern stammen z.B. aus Niederösterreich oder dem Burgenland.


Bis Ende August 2009 wurden in Wien 4.700 Lehrverhältnisse neu begründet, das ist ein Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im österreichweiten Durchschnitt reduzierte sich die Zahl der neuen Lehrverhältnisse um 15 Prozent. Der Rückgang ist auf erwartbare konjunkturbedingte Verluste von Lehrstellen in Betrieben zurückzuführen und wird durch die Erhöhung der verfügbaren Plätze in den Lehrwerkstätten aufgefangen.


Denn Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren haben die Möglichkeit - wenn sie sich für eine Lehrausbildung entschließen und keine betriebliche Lehrstelle finden - ihre Lehre in sogenannten Lehrwerkstätten zu absolvieren. Insgesamt bekommen 2009/2010 4.500 junge WienerInnen in den von AMS und Stadt Wien finanzierten Lehrwerkstätten ihre Berufsausbildung. Das sind um 1.000 Plätze mehr als im abgelaufenen Lehrjahr. Auch die betriebliche Lehrausbildung wird massiv von der öffentlichen Hand unterstützt: Es gibt in Wien keine betriebliche Lehrstelle, die nicht vom Bund oder von der Stadt Wien gefördert wird.


Die intensive Unterstützung der Wiener Jugendlichen zeigt positive Wirkung: So hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden in Wien im August um 750 gegenüber August 2008 reduziert. Wien liegt damit deutlich besser als alle anderen Bundesländer. Der Rückgang ist stark auf die Erhöhung der verfügbaren Plätze in den Lehrwerkstätten zurückzuführen. "Die Lehrlinge in den Lehrwerkstätten bekommen eine sehr gute und umfassende Ausbildung. Deshalb investieren wir intensiv in die Ausbildung in den Lehrwerkstätten und damit in die Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Wien", betont Vizebürgermeisterin Brauner.Vollwertige Berufsausbildungen in den Lehrwerkstätten


Seit 2008 können Jugendliche ihre gesamte Lehrausbildung in den Lehrwerkstätten abschließen. Sie werden also nicht in einem Unternehmen ausgebildet, sondern erhalten gemeinsam mit anderen Jugendlichen ihre praktische Ausbildung in einer von Trägern wie dem bfi (Berufsförderungsinstitut) Wien oder Jugend am Werk geführten Einrichtung. Parallel dazu besuchen sie die Berufsschule und machen Praktika in verschiedenen Wiener Betrieben. Die künftigen Lehrlinge können aus insgesamt 20 Berufen wählen. Ausbildungen zu Kfz-TechnikerInnen werden ebenso angeboten wie die Lehre zu Hotel- und GastgewerbeassistentInnen oder TischlerInnen. Bei der Lehre in einer Lehrwerkstätte handelt es sich um eine vollwertige Lehrausbildung. Während ihrer Ausbildung stehen den Jugendlichen LehrausbildnerInnen, SozialpädagogInnen und LehrerInnen zur Seite.


In die Ausbildung in den Lehrwerkstätten werden von der Stadt Wien und dem AMS insgesamt 84 Millionen Euro investiert. Das Angebot findet enormen Zuspruch und startet jährlich in zwei Wellen: Mit Ende August sind über 1.500 Jugendliche in die vorbereitenden Berufsorientierungskurse eingetreten. Im Februar 2010 beginnen weitere 800 Jugendliche die Ausbildung. Es wird damit gerechnet, dass die zur Verfügung stehenden Plätze voll ausgeschöpft werden.Neu: "Meine Chance" - Eine zweite Chance für 18- bis 25-Jährige


Um die Maßnahmenpalette auch für ältere Jugendliche zu erweitern, fördert der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) mit "Meine Chance" eine neue Maßnahme, die 18- bis 25-Jährige bei beruflicher Höherqualifizierung unterstützt. Damit sollen Jugendliche und junge Erwachsene in einem möglichst frühen Stadium der Arbeitslosigkeit, durch Qualifizierungen gestärkt, wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Das Maßnahmenbündel kombiniert bewährte Elemente der Standortbestimmung und Bildungsplanung mit gezielten Qualifizierungsschritten sowie ausbildungsbegleitendem Coaching. Der Berufseinstieg wird durch professionelle BetriebskontakterInnen begleitet.


Startschuss zu großer Lehrlingskampagne der SJ Wien und FSG Jugend Wien

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-15 10:13:50


Unter dem Motto "Mörtel, Stronach, Fiona und Co. müssen blechen!" starten die Sozialistische Jugend (SJ) Wien und die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) Jugend Wien am Dienstag, den 15. September, ihre große Lehrlingskampagne. Bei insgesamt 80 Aktionstagen vor allen Wiener Berufsschulen sowie etlichen Ausbildungsstandorten werden in den nächsten vier Wochen Lehrlinge über Verteilungsgerechtigkeit und Vermögensbesteuerung informiert. Beim großen Lehrlingsgewinnspiel im Rahmen der Aktionstage winken tolle Preise.



Für Stefan Jagsch, Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Wien, sind Vermögenssteuern ein Muss: "SpitzenmanagerInnen verdienen 240mal so viel wie Lehrlinge und zahlen für ihre Millionen trotzdem kaum Steuern. Österreichs Steuersystem ist weltweit eines der Unfairsten. Während die Superreichen ihre Millionen fast steuerfrei in Stiftungen parken, müssen die ArbeitnehmerInnen blechen. Nicht die KleinverdienerInnen dürfen die Krise zahlen - wir brauchen endlich echte Vermögenssteuern!"



Christoph Peschek, Vorsitzender der FSG Jugend Wien, verweist auf die steigende Jugendarbeitslosigkeit: "Die Ausbildungsgarantie ist eine enorm wichtige Maßnahme. Dennoch dürfen sich die Betriebe nicht vor ihrer Verantwortung stehlen. Mit August standen in Wien 1.096 lehrstellsuchende Jugendliche nur 467 offenen Lehrstellen gegenüber. Es ist Aufgabe der Betriebe, genügend Ausbildungsplätze mit entsprechender Qualität zur Verfügung zu stellen. Spätestens nach der Krise bedarf es qualifizierter Facharbeitskräfte. Schließlich würden 13 ManagerInnengehälter reichen, damit alle Lehrstellensuchenden in einem Betrieb einen Ausbildungsplatz erhalten. Statt einer Steuerbefreiung für Superreiche braucht es Verteilungsgerechtigkeit!"



Wahres Gesicht der FPÖ - Politik gegen Lehrlinge


Mit einem Flugzettel wird auch auf das wahre Gesicht der FPÖ aufmerksam gemacht. Die Regierungszeit der FPÖ bis 2005 habe nur Verschlechterungen für Lehrlinge gebracht, so Jagsch und Peschek: "Eine der ersten Maßnahmen der schwarz-blauen Bundesregierung war es, die Probezeit für Lehrlinge zu erhöhen und die Behaltefrist nach der Lehre zu kürzen. Wenn es nach den Freiheitlichen geht, soll die Lehre in unbezahlte Praktika umgewandelt werden. Strache steht für weitere Steuergeschenke an die Reichen auf dem Rücken der Lehrlinge und ArbeitnehmerInnen!"



Eine detaillierte Liste aller Aktionstage findet sich auf www.sj-wien.at und www.fsg.or.at


Download: Lehrlingsinitative Flyer

Renate Brauner zu Jackson-Tribute: Keine Unterstützung durch Stadt Wien

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-11 17:27:12

Die Stadt Wien wird das Tribute-Konzert für Michael Jackson am 26. September nicht finanziell unterstützen. Das gab Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Freitag Vormittag bekannt. Nach den Entwicklungen der vergangenen Tage sei der ursprünglich angenommene Werbewert nicht mehr zu erwarten. „Wir werden die Gespräche mit dem Veranstalter abbrechen. Wir haben diese Entscheidung im Interesse der Wiener SteuerzahlerInnen getroffen“, so Vizebürgermeisterin Renate Brauner. „Es war immer klar: Es fließt nur dann Geld, wenn eine entsprechende Gegenleistung, also ein dementsprechender Werbewert für den Tourismusstandort Wien lukriert werden kann.“

Startschuss für die Mochovce-UVP

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-07 14:30:18

Ab Montag, 7. September 09, können alle Wienerinnen und Wiener ihren Einspruch gegen den Ausbau des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce deponieren. Die Stadt Wien schickt an alle Haushalte Einspruchskarten, es gibt Unterschriftenlisten im Internet auf wien.gv.at/umwelt/natuerlich/mochovce.html Gemeinsam mit Vertretern von GLOBAL 2000, Vertretern von Greenpeace Österreich und der Slowakei, der Wiener Plattform gegen Atomgefahr und der Wiener Umweltanwaltschaft hat Umweltstadträtin Ulli Sima heute den Startschuss für die große Einspruchskampagne gegeben: "Die Sicherheitsmängel im nur 160 km von Wien entfernten AKW Mochovce sind dramatisch, der Fertigbau der Uralt-Reaktoren mit der Technik aus den 80er Jahren ist absolut unverantwortlich und daher beteiligt sich Wien aktiv am grenzüberschreitenden UVP-Verfahren", so Sima, die alle Wienerinnen und Wiener einlädt, ihren Einspruch im 30tägigen UVP-Verfahren zu übermitteln.

Die im Zuge des UVP-Verfahrens gesammelten Einsprüche werden von der MA 22 an das Umweltministerium übergeben, von dort schließlich den slowakischen Behörden übermittelt. "Ich hoffe auf breite Beteiligung der Wiener Bevölkerung, um die Sicherheitsdefizite und ungelösten Fragen zu thematisieren und den Druck auf die Betreiber und Behörden in der Slowakei zu erhöhen", so Umweltstadträtin Sima.

Bereits im Jahr 1981 wurde der Bau des AKW Mochovce mit 4 Blöcken des Typs WWER440/V213 in Angriff genommen; die beiden ersten Blöcke gingen 1998 bzw. 1999 in Betrieb. Für Block 3 und 4 reichten die finanziellen Mittel nicht. 1992 kam es endgültig zum Baustopp. Mit einer Baubewilligung von 1986 sollen die beiden Blöcke nun fertig gestellt werden. Jedoch erlaubt die Grundkonstruktion keine vollständige Anpassung an den heutigen Stand von Wissenschaft und Technik. Die Möglichkeiten für Verbesserungen sind beschränkt, da die Bauwerke zu 70 % und das Equipment zu 30 % bereits fertig gestellt sind. So ergeben sich zahlreiche Sicherheitsdefizite wie eine enorme Brandgefahr, sowie Erdbebengefahr, eine fehlende Schutzhülle oder völlig veraltete Teile.

Das UVP-Verfahren läuft bis zum 6. Oktober. Alle Infos und Unterschriftenlisten zum download auf wien.gv.at/umwelt/natuerlich/mochovce.html

Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unantastbar!

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-03 09:45:27


Die Wiener SPÖ-Frauen rufen zur Kundgebung für das Selbstbestimmungsrecht der Frau und gegen die Hetze radikaler AbtreibungsgegnerInnen, Donnerstag 3. September 2009, um 18.00 Uhr beim Rathaus (Rathausplatz/Ecke Felderstraße) auf.



usgehend von der Debatte über das 30Jahr-Jubiläum des pro woman:Ambulatoriums veranstalten morgen radikale AbtreibungsgegnerInnen u.a. die "Christenpartei" Proteste gegen das Recht von Frauen auf Schwangerschaftsabbruch.


Wien steht hinter den Frauen und stellt sich vehement gegen die Bevormundung von Frauen. Gerade Wien bietet zahlreiche Beratungsstellen für


schwangere Frauen, um allen Betroffenen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen. Ein Schwangerschaftsabbruch wird von keiner Frau auf die leichte Schulter genommen.


Gerade das Ambulatorium 'pro woman' ist ein Teil des dichten Beratungsnetzwerkes von Hilfe, Aufklärung und Beratung von Frauen in Krisensituationen in Wien.


Protestkundgebung:


Donnerstag, 3.9.2009, 18h


Rathausplatz/Ecke Felderstraße


u.a. mit Wiener SPÖ-Frauenvorsitzender Mag. Renate Brauner, Frauenministerin a.D. Prof. Johanna Dohnal, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag. Sonja Wehsely


Die Fristenregelung ist politischer Konsens, daran darf nicht gerüttelt werden!


Komm vorbei und setzen wir gemeinsam ein Zeichen für die Selbstbestimmtheit von Frauen!


(53 Artikel)

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