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Öffentlich, seit 2009-03-09 14:38:20 eröffnet von Lisa Werderitsch

SPÖ-Wien setzt Gratiskindergarten durch!

Lisa Werderitsch schreibt am 2009-09-02 11:40:49

Gestern startete in allen städtischen und einem Großteil der privaten Betreuungseinrichtungen der beitragsfreie Kindergarten. In die städtischen Kindergärten werden ab jetzt 26.146 Kinder gehen, deren Eltern keinen Besuchsbeitrag mehr bezahlen.


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Startschuss für Gratiskindergarten und „Wiener Mittelschule“

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-09-01 15:39:20


Mit Beginn des neuen Schul- und Kindergartenjahres werden zwei bildungspolitisch wichtige Wiener Vorhaben in die Tat umgesetzt: Der beitragsfreie Kindergarten und die „Wiener Mittelschule." Beide Maßnahmen sind wesentliche Weichenstellungen für die Kinder dieser Stadt.



Der beitragsfreie Kindergarten startet mit 1. September in allen städtischen und einem Großteil der privaten Betreuungseinrichtungen: „Insgesamt haben wir ab Herbst in den städtischen Kindergärten 26.146 Kinder, deren Eltern keinen Besuchsbeitrag mehr bezahlen", so Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.



Im privaten Bereich sind rund 19.000 Plätze komplett beitragsfrei, bei einem kleinen Teil der Privaten wird für spezielle Angebote ein zusätzlicher Beitrag eingehoben. Einkommensschwache Eltern und AlleinerzieherInnen mit Kindern können ab Herbst neben dem beitragsfreien Kindergartenbesuch noch eine andere Förderung in Anspruch nehmen: Der Essensbeitrag – also Mittagessen, Gabelfrühstück und Jause – wird in der Höhe von maximal 57,41 Euro von der Stadt Wien übernommen. Damit die Kleinen auch so umfassend wie nur möglich von der Bildungseinrichtung Kindergarten profitieren, ist die Gratis-Betreuung in Wien ganztags. Für die Kinderbetreuung nimmt Wien nun jährlich 455 Mio Euro in die Hand – um 80 Mio Euro mehr als bisher.


Das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen im städtischen und privaten Bereich hat den Bedarf im Herbst weitgehend gedeckt: „Allen Eltern, die keinen Platz in ihrem Wunschkindergarten bekommen haben und aufgrund einer bevorstehenden Berufstätigkeit dringend einen Platz gebraucht haben, konnten wir auf Wunsch ein alternatives Angebot machen", betont Oxonitsch. Auf Hochtouren läuft inzwischen der Ausbau der Plätze: Allein heuer wird es mit Jahresende 2.200 neue Betreuungsplätze geben, Wien investiert dafür 13 Mio Euro. Laufend aufgestockt wird das pädagogische Personal in den städtischen Kindergärten: „Allein heuer haben wir 323 Neuaufnahmen." Und: „Trotz eines höheren Bedarfs an PädagogInnen ist selbstverständlich die Gruppengröße und die genau festgelegte Zahl an BetreuerInnen pro Gruppe in den städtischen Kindergärten gleich geblieben." Im Bundesländervergleich kommen in Wien 6,44 Kinder auf eine Betreuungsperson, in Niederösterreich sind es 8,18 Kinder pro Betreuerin, pro Pädagogin sind es in Wien 10,61 Kinder, in Niederösterreich 17,65.


Mit dem Start des beitragsfreien Kindergartens geht eine weitere Maßnahme pädagogischer Frühförderung, das „1+1-Förderkonzept", in die nächste „heiße Phase": 2.148 Kinder werden ab Herbst in Wiens Volksschulen eine intensive vorschulische Förderung erfahren (1.457 Kinder davon in 112 reinen Vorschulklassen). „Unser Ziel ist es, sie möglichst schnell ‚fit’ für eine Regelschulklasse zu machen und damit eine möglichst erfolgreiche Schulkarriere zu ermöglichen", betonen Christian Oxonitsch und Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.



Schulstart für 21 "Wiener Mittelschulen"





Auch für die 10 bis 14jährigen kann Wien mit einer Innovation aufwarten: Insgesamt 21 Wiener Schulen starten ab sofort mit dem Modell der „Wiener Mittelschule. „Für die Wiener Eltern und SchülerInnen ist dies eine Weichenstellung in Richtung einer Schule, die sich dem Prinzip von ‚Förderung statt Selektion’ verschrieben hat", so Oxonitsch und Brandsteidl. „Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken der verschiedenen Schularten miteinander und schafft damit die pädagogisch beste Schulform für die 10- bis 14jährigen. Die Teilnahme von sechs AHS-Standorten zeigt, dass das Ziel, eine ‚echte Mittelschule’ jenseits der klassischen Schularten zu schaffen, auch erreicht wurde."


Alle VolksschülerInnen wurden und werden unabhängig von ihrer Begabung und Lernleistung aufgenommen und nach AHS-Lehrplan unterrichtet. Dadurch entsteht in der Volksschule kein Notendruck. Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken beider Schularten: Das bedeutet, Latein und Französisch oder auch Ernährung und Hauswirtschaft können von allen SchülerInnen als Pflichtunterricht besucht werden. Im Falle von besonderen individuellen Bedürfnissen (z.B. Muttersprachlicher Unterricht, Förderkurse) stehen alle Fördermaßnahmen zur Verfügung, die bislang ausschließlich in Hauptschulen zur Anwendung kamen. Das Projekt „Bildungskarriere" erfasst alle SchülerInnen. Nahtstellenlehrer aus verschiedenen Schulen bieten den SchülerInnen Berufs- und Laufbahnorientierung.


Durch ein Kurssystem ist individueller Unterricht möglich. Dennoch bleibt der Klassenverband erhalten. Das Unterrichtsgeschehen wird durch Mehrsprachigkeit, Ganztagsangebot, Lerncoaching-Stunden und Projekte bereichert. Zwei Drittel der Unterrichtszeit umfassen Kernkurse. Das weitere Drittel wird in Leistungskursen abgedeckt, entweder als Trainingskurs oder als Erweiterungskurs zur besonderen Begabungsförderung. Auf diese Weise können hohe Kosten für außerschulischen Nachhilfeunterricht vermieden werden. Überdies sinkt die Gefahr des „Durchfallens". Das Abschlusszeugnis wird um einen „Leistungsnachweis" erweitert und ermöglicht den Zugang in jede weiterführende Schule. Der „Leistungsnachweis" informiert verlässlich über die Ergebnisse externer Lernstandserhebungen, die Teilnahme an Kursen und beschreibt Schlüsselqualifikationen. Eine aussagekräftige Erfolgsprognose wird die SchülerInnen für die Schulwahl mit dem 14. Lebensjahr vorbereiten.


Nächste Donauinselfest findet von 25. bis 27. Juni 2010 statt

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-08-28 12:06:33

Jetzt ist der Termin für das 27. Donauinselfest fixiert: "Das nächste Donauinselfest  findet nach sorgfältiger Abwägung aller Fakten wieder am letzten Wochenende im Juni statt", gab der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch am Freitag, den 28. August 2009, die Entscheidung bekannt. Der exakte Termin ist von 25. bis 27. Juni 2010. Der Projektleiter des Donauinselfestes, Sascha


Kostelecky, ergänzte: "Dass das Donauinselfest am letzten Wochenende im Juni stattfindet, hat nun schon eine 25-jährige Tradition. Schließlich läutet es seit einem Viertel Jahrhundert den Beginn des Sommers ein." Der September-Termin des 25. Donauinselfestes war eine Ausnahme - Grund war die Terminkollision mit der Fußballeuropameisterschaft im Juni 2008.


 



Ausschlaggebend für die Wahl dieses Termins waren die langjährigen Wetterdaten und die Meinung der SponsorInnen und


KooperationspartnerInnen. So belegen die Daten, dass im Juni höhere Temperaturen herrschen, die vor allem am Abend spürbar sind - gegenüber den oft schon frischen Septemberabenden. Und für


KooperationspartnerInnen und SponsorInnen gestaltet sich die ohnehin schon aufwendige Organisation des größten Gratis-Open-Air-Festivals wesentlich einfacher, wenn es nicht direkt nach der Urlaubssaison stattfindet.


 


Hintergrund: Langfristige Klimadaten der Jahre 1971 bis 2000


 


Der Vergleich des letzten Juni-Wochenendes mit den ersten beiden


Septemberwochenenden spricht eine deutliche Sprache. So liegt die


durchschnittliche Tagestemperatur im Juni mit 19,1 C um fast 14% über dem Durchschnitt im September mit 16,8Grad C. Markant ist auch die Summe aller Stunden mit Sonnenschein: Während im Juni


durchschnittlich 227,5 Stunden die Sonne scheint, sind es im September nur mehr 168,2 Stunden.


Unwahrheiten von Strache

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-08-26 13:48:18


Als "ungeheure Unverschämtheit" und "blanken Unsinn" bezeichnete Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger die Aussagen von FP-Chef Heinz-Christian Strache im ORF Sommergespräch von Dienstag Abend, in Wien werde die österreichische Staatsbürgerschaft quasi zum Schleuderpreis vergeben. Strache lüge, wenn er behaupte, dass in Wien ZuwanderInnen bereits nach fünf Jahren die Staatsbürgerschaft erhalten, kritisierte Frauenberger. Wien halte sich selbstverständlich an die Bundesgesetze und damit an die derzeit geltende Regelung einer frühest möglichen Antragstellung auf Einbürgerung nach 10 Jahren. Aufgrund dieser gesetzlichen Bestimmungen seien in den letzten Jahren auch die Einbürgerungszahlen massiv zurückgegangen.



Die Wiener Stadträtin bekräftigte allerdings auch, dass Wien das geltenden Staatbürgerschaftsgesetz immer als integrationsfeindlich kritisiert habe. "Erfolgreiche Integration braucht entsprechende Anreize sowie klare und transparente Regeln für Zuwanderung und keinen Wildwuchs an bürokratischen Hürden wie im derzeit geltenden Fremdenrecht und Staatsbürgerschaftsgesetz." Wien zeige hingegen unter anderem mit der Wiener Zuwanderungskommission und dem Programm "StartWien" wie effiziente Zuwanderungs- und Integrationspolitik, von der alle profitieren, aussieht. So werden im Rahmen von "StartWien" NeuzuwanderInnen vom ersten Tag an unterstützt, in Wien so rasch als möglich Fuß zu fassen. Das betrifft den Spracherwerb, den Arbeitsmarkteinstieg und die Ausbildung ebenso wie das Vermitteln der Spielregeln des Zusammenlebens.


Frauenberger abschließend: "Strache und seiner FPÖ geht es aber nicht um konkrete Lösungen, sie haben nur ein Interesse: Unwahrheiten zu verbreiten, aus den Ängsten der sozial Schwachen politisches Kapital zu schlagen, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, bestimmte ZuwanderInnengruppen und Andersgläubige pauschal zu brandmarken und Hass zu sähen. Politik nicht mit sondern gegen die Menschen ist das Programm der FPÖ. Das hat Strache gestern einmal mehr unter Beweis gestellt."


Lehrlingsaustausch Wien-Bratislava

Hannah Leodolter-Scheday schreibt am 2009-08-24 13:13:32


Durch das fortschreitende Zusammenwachsen Europas rücken Wien und Bratislava enger zusammen. Um diese Entwicklung positiv zu nutzen, wurde vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) gemeinsam mit seinen ProjektpartnerInnen die "Überregionale Beschäftigungsinitiative Wien-Bratislava (ÜBI)" ins Leben gerufen. "Uns ist wichtig, gemeinsam Strategien und Konzepte für bessere Qualifikation und mehr Beschäftigung in der Region Wien-Bratislava zu entwickeln und umzusetzen. Hier geht es um Erfahrungsaustausch und um das gegenseitige Lernen und Profitieren von den jeweiligen Stärken und Kompetenzen. Damit rüsten wir uns bereits jetzt für die Zukunft, in der sich die beiden benachbarten Arbeitsmärkte noch stärker verzahnen werden", betonte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Montag.


Die Initiative setzt bis 2011 acht Teilprojekte um. Ein zentrales Element ist der Lehrlingsaustausch Wien-Bratislava. Besonders praxisnah können sich dabei die gerade in Ausbildung stehenden jungen Leute unmittelbar vor Ort ein Bild von den jeweiligen Arbeitsbedingungen in den Partnerländern durch Praktika und Austauschprogramme für die Lehrlinge und deren AusbildnerInnen machen. Konkret handelt es sich um den Austausch von Hotellerie-Lehrlingen, die von 24. August bis 13. September in Vier- und Fünfsternbetrieben ihre Praktika absolvieren. Zehn Plätze stehen dafür zur Verfügung.


"Diese Initiative setzt ganz zentral auf das gemeinsame Arbeiten", erklärte Brauner, "gerade wenn junge Menschen selbst erfahren können, wie es ist, in einem Betrieb der jeweiligen Partnerstadt zu arbeiten, wird die Gemeinsamkeit innerhalb der Region ganz persönlich wahrgenommen und direkt spür- und greifbar."


Bis 23. August absolvierten drei junge Fachkräfte aus Bratislava ein dreiwöchiges Praktikum im "Intercontinental Wien". Gemeinsam mit sieben Wiener Lehrlingen reisen sie am 24. August nach Bratislava. Bis 13. September 2009 dauert ihr Praktikum in Hotels in Bratislava. Im September werden weitere fünf SchülerInnen der slowakischen Tourismusschule ein dreiwöchiges Praktikum in einem Wiener Hotelbetrieb absolvieren.


Die Überregionale Beschäftigungsinitiative wurde vom waff sowie der Zentrale für Arbeit, Sozialwesen und Familie in der Slowakei gestartet und wird vom waff koordiniert. Weitere PartnerInnen sind die Stadt Wien, das AMS Wien, das Bundessozialamt und VertreterInnen der Sozialpartner. 1,5 Millionen Euro stehen für die ÜBI zur Verfügung, die Mittel stammen von der Stadt Wien (waff), dem Ministerium für Bauwesen und Regionalentwicklung der Slowakei sowie dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung


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