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Frauen-Leben

Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

Öffentlich, seit 2009-09-02 12:32:41 eröffnet von Gabriele Heinisch-Hosek

Letzte Änderung: 2009-09-03 17:10:29

Heute ist Equal Pay Day

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-13 11:14:09


Der heutige Equal Pay Day zeigt: Um gleich  viel Geld  wie die Männer  zu verdienen müssen die Frauen heuer 70 Tage länger arbeiten.  Das ist einfach ungerecht.  Damit Frauen in Zukunft gerecht behandelt werden und für die gleiche Arbeit auch gleichen Lohn erhalten braucht es die Einkommenstransparenz. Also die anonyme Offenlegung der Durchschnittsgehälter von Männern und Frauen in den Betrieben.   


 


Darum heute und hier - die Forderung nach Einkommenstransparenz unter http://plattform.frauen.spoe.at/  online unterstützen!


 





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Wie können wir die Situation der teilzeitbeschäftigten Frauen am Arbeitsmarkt verbessern?

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-03-30 17:36:40

Präsentation Qualifizierte Teilzeit

 

 

Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit. Das ist auf dem österreichischen Arbeitsmarkt eine Realität. Darum habe ich heute gemeinsam mit Claudia Sorger vom Institut der L&R Sozialforschung (http://www.lrsocialresearch.at/ ) eine Studie zum Thema „Qualifizierte Teilzeit“ präsentiert.

Die wichtigsten Ergebnisse können hier nachgelesen werden:
http://www.frauen.bka.gv.at/site/cob__39074/6608/default.aspx

 

Und die ganze Studie findet sich hier: http://www.frauen.bka.gv.at/site/5461/default.aspx#a5

Was können wir nun tun, damit wir die Situation der teilzeitbeschäftigten Frauen am Arbeitsmarkt verbessern?

 

  • Weil Teilzeitkräfte bis zu 30 Prozent weniger Bruttostundenlohn als Vollzeitangestellte bekommen, brauchen wir eine Einkommenstransparenz in den Betrieben. Denn durch die anonyme Offenlegung der durchschnittlichen Gehälter in den Unternehmen würde auch dieser Misstand in jedem einzelnen Betrieb sichtbar und kann behoben werden.
  • .Wir müssen noch mehr Kinderbetreuungsplätze schaffen. Eine Umschichtung von Finanzmitteln könnte das ermöglichen. Dazu kann der Vorschlag des WIFO aufgegriffen werden, den Alleinverdienerabsetzbetrag für Frauen, die keine Kinder  betreuen, abzuschaffen. Mit dieser Umschichtung von 60 Millionen Euro könnte für die nächsten 3 Jahre der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze finanziert werden.
  • Die Akzeptanz der Väterkarenz in den Unternehmen muss gestärkt werden.
  • Wir brauchen eine interne Informationspflicht in Betrieben. Alle Teilzeitbeschäftigten sollen über offene Vollzeitstellen informiert werden, bevor das Unternehmen diese Stellen extern ausschreibt.

Präsentation Qualifizierte Teilzeit 3

 

Präsentation Qualifizierte Teilzeit 2

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Video zur Dialog-Tour für ein besseres Zusammenleben

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-03-26 18:37:12



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Eindrücke des gestrigen Dialogtour-Auftakts

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-03-20 08:47:33

Dialogtour Zusatz 6

Verein Viele:
Sehr berührend war für mich in der Früh der erste Termin. Ich habe Frauen getroffen, die überhaupt noch nie schreiben und lesen gelernt hatten und sich gerade sehr bemühen und viel Freude dabei haben und auch sehr stolz über jeden kleinen Fortschritt sind. Eine junge Frau, die noch nicht weiß, welche Krankheit ihr Kind hat, selbst die Sprache noch nicht kann, wird begleitet, bis sie die Diagnose erfährt. Vielleicht ist ihr Kind gehörlos und wird bald eine gute Therapie beginnen können.

Kindergartenprojekt Rucksack:
Super motivierte Mütter mit Migrationshintergrund die Trainer für andere Mütter sind, damit sie mit ihren Kindern daheim in der Muttersprache für die nächste Woche vorarbeiten können, was im Kindergarten durchgenommen wird.

War Feuer und Flamme weil ich glaube, dass dieses spielerische Lernen einen Mehrwert darstellt. Sollte man in ganz Österreich anbieten.

Radiofabrik:
Ziemlich beeindruckt hat mich die Radiofabrik, wo Radio von und für MigrantInnen gemacht wird. Insgesamt über 300 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen mit.

Das gemeinsame Interview mit LH Burgstaller war eine coole Sache. 

Jugendzentrum IGLU:
Das Treffen mit den Jugendlichen mit Migrationshintergrund war sehr angenehm. Ich war überall mit dabei, beim Tischtennis, beim Wutzeln. Es war ihnen nicht lästig und wir sind ins Gespräch gekommen.

Mich hat ein Junge gefragt: Wer sind sie? Ich habe ihm gesagt, dass ich die Frauenministerin bin. Seine nächste Frage war: Was verdienen sie? Ich habe es ihm gesagt und daraufhin hat er gemeint, es haut ihn um.

Der Besuch war sehr lässig.

Dialogtour Zusatz 1

Dialogtour Zusatz 2

Dialogtour Zusatz 3

Dialogtour Zusatz 4

Dialogtour Zusatz 5

Dialogtour Zusatz 7

Dialogtour Zusatz 7

Dialogtour Zusatz 8

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Ein Zeichen gegen die Strache-Politik des gegeneinander Aufhetzens setzen

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-03-19 15:28:20

Dialogtour 1



Das Zusammenleben zwischen ÖsterreicherInnen und MigrantInnen kann nur besser funktionieren wenn wir den Dialog verstärken, aber auch sehr klar über die Spielregeln für alle reden. Daher habe ich heute meine Dialogtour für ein besseres Zusammenleben zwischen ÖsterreicherInnen und MigrantInnen gestartet.  Mir geht es bei der Tour darum, aufzuzeigen, dass beide Seiten Spielregeln einhalten müssen. Migrantische Frauen, die Männer und vor allem  die Kinder sollen schnell Deutsch lernen. Gleichzeitig müssen wir ÖsterreicherInnen auch unseren Teil leisten, indem dafür gesorgt werde, dass die Menschen schnell Deutsch lernen können. Da dürfen auch die Gelder nicht gekürzt werden.  


 


Bei der Dialogtour, die mit heutigem Tag startet und ein permanenter Prozess ein soll, gehe es darum, Vorbildprojekte für ein besseres Zusammenleben kennenzulernen. Diese Projekte möchte ich in ganz Österreich weitertragen, damit das was gut funktioniert auch in anderen Bundesländern umgesetzt werden kann. Gerade heute in Salzburg habe ich großartige Projekte kennengelernt. Der „Verein Viele“ ( http://www.verein-viele.at/index/index.php) etwa bietet Deutschkurse auf verschiedenen Niveaus an und das Interesse wird immer größer. Dieses Interesse gilt es zu fördern. Und das „Kindergartenprojekt Rucksack“ ( http://www.stadt-salzburg.at/internet/salzburg_fuer/familie/t2_184719/t2_224831/t2_233168/t2_233171/t2_225647/p2_282428.htm )


macht es möglich, dass Kinder und Eltern Deutsch und ihre Muttersprache lernen. Solche Projekte müssen wir in ganz Österreich umsetzen.


 


 


Vom heutigen Tag nehme ich mir mit, dass ich bei vielen MigrantInnen auf sehr großes Verständnis gestoßen bin, dass es wichtig ist Deutsch zu können. So hat mir eine Frau erzählt,  dass sie vor mehr als 10 Jahren nur als Putzfrau in einem Hotel arbeiten konnte, obwohl sie eine deutlich bessere Ausbildung hat. Sie wollte das nicht hinnehmen und hat sofort sehr gut Deutsch gelernt und sich dann selbst Buchhaltungskurse finanziert. Heute arbeitet sie als Buchhalterin in einer größeren Firma.


Bei  anderen Frauen, die ich getroffen habe, muss aber noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. So hat mir eine Frau  erzählt, dass sie seit 7 Jahren in Österreich lebt und erst jetzt mit dem Deutschlernen beginnt. Das aus meiner Sicht einfach zu spät.


 


 


Zum Schluss – ein paar Worte zur Dialogtour: Diese wird mich in den kommenden Monaten in Schulen, in Sportvereine, in Jugendeinrichtungen, in Deutschkurse für MigrantInnen, in Mutter-Kind-Zentren und Familienberatungsstellen, in Volkshochschulen und MigratInnenvereine, Kulturzentren, religiöse Einrichtungen, in Einkaufszentren und auf Märkte führen. Und es werden zahlreiche Treffen mit MeinungsbildnerInnen in den einzelnen Communities und MultiplikatorInnen stattfinden. Damit will ich einfach ein Zeichen gegen die Strache-Politik des gegeneinander Aufhetzens setzen.


 


 


 Dialogtour 2


 


Dialogtour 3

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