Ob ich im nächsten Wiener Gemeinderat und Landtag sitzen werde, entscheiden die Wienerinnen und Wiener morgen am Sonntag den 10.10.2010. Hier möchte ich noch einmal darlegen, wofür ich stehe.
Sollte ich es - vielleicht mit deiner Hilfe - erneut ins Wiener Rathaus schaffen, werde ich weiterhin versuchen eine laute Stimme für Menschlichkeit und Demokratie zu sein - sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb meiner eigenen Wiener SPÖ.
Ich werde eine laute Stimme für die Kultur sein, ich werde mich für die Wiener Musikerinnen und Musiker und für das Ende der Diskriminierung durch die heimischen Radiostationen einsetzen.
Ich werde ohne Kompromisse eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Faschismus und Wiederbetätigung. Ich werde es nie akzeptieren, dass eine FPÖ zur österreichischen Normalität gehört.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Schande der österreichischen Fremden- und Asylgesetze beseitigt wird.
Ich kämpfe weiterhin für mehr Verständnis zwischen Sozialdemokratie und Christentum, beide können sehr viel voneinander lernen. Ich wirke weiterhin für den Dialog der Religionen und das friedliche Zusammenleben.
Mehrsprachigkeit ist ein Schatz. Wien war, ist und wird immer eine Einwanderungsstadt sein. Das ist keine Behauptung, sondern Realität. Diese Realität ist wunderschön, jedoch muss auch die pure Schönheit gehütet und gepflegt werden. Umso wichtiger ist die Vermittlung von gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme. Wien hat genug Platz für uns alle, die Freiheit des einen hört jedoch dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.
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Ich werde weiterhin ein unermüdlicher Kämpfer für eine bildungspolitische Revolution sein, die dringend notwendig ist. Es kann nicht sein, dass Bildungsniveaus immer noch vererbt werden und Kinder mit 9 Jahren dazu gezwungen sind, sich zu entscheiden, welches Leben sie führen wollen. Wir brauchen die Gemeinsame Schule, die intern nach Begabungen differenziert und nicht nach sozialer oder ethnischer Herkunft.
Österreich braucht keine Studiengebühren. Sie sind ein Hindernis für echte Chancengleichheit.
Ich stehe für Humanismus, sozialen Ausgleich und soziale Geborgenheit. Für den Ausbau der direkten Demokratie, für die massive Förderung der heimischen Musikszene, für ein Bildungssystem auf der Höhe der Zeit und eine kompromisslose Gegnerschaft zum Rassismus und zur Fremdenfeindlichkeit. Ich stehe für ein weltoffenes Wien und eine neue Ehrlichkeit in der Politik.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all jenen aufrichtig entschuldigen, denen meine Ausdrucksweise während des Wahlkampfes zu hart war. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass meine Leidenschaft für ein weltoffenes Wien und die Gegnerschaft zur FPÖ grenzenlos ist. Ich sehe es als meine Pflicht an, mich mit der Existenz der FPÖ nie abzufinden.
Mir hat der Wahlkampf viel Spaß gemacht, wir haben viel erreicht und ich bin zuversichtlich, dass viele junge Wienerinnen und Wiener morgen die richtige Entscheidung treffen werden.
Ich bedanke mich bei allen, die uns im Wahlkampf unterstützt haben. Bei jeder und jedem ehrenamtlichen Jungen Roten, bei allen Künstlerinnen und Künstlern, bei allen Sportlerinnen und Sportlern, bei allen Skaterinnen und Skatern, BeatboxerInnen, BMXlerInnen, DJanes und DJs, VeranstalerInnen und ComiczeichnerInnen, TänzerInnen, GrafikerInnen, FilmemacherInnen, eSportlerInnen und all unseren FacebookfreundInnen. Ohne euch wären wir wohl nur "geil" geblieben;-) Gemeinsam waren wir das pure Leben. Wir haben die Vielfalt der Stadt repräsentiert und Siegeswillen gezeigt.
Die morgige Entscheidung ist sehr einfach: Mit Vollgas in die Zukunft, raus aus der Vergangenheit. Für ein konstruktives Miteinander. Lassen wir uns nicht spalten. Gegen Strache, für Häupl.
Ich würde mich über deine Vorzugsstimme sehr freuen. Da man sogar 2 Vorzugsstimmen vergeben kann, können meine Supporterinnen und Supporter zum Beispiel "Häupl, Baxant" in der Spalte "Vorzugsstimmen für die Stadt" notieren. Falls du mich persönlich nicht wählen möchtest, freue ich mich genauso über eine Stimme für die SPÖ-Wien;-)
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und bitte dich am Sonntag, 10.10.10. 10 Minuten für die Wahl zu "opfern".
Dein tschechisches Migrantenkind*, das nicht nur Deutsch – sondern auch diese Stadt lieben gelernt hat.
Dein Peko Baxant
*Zitat: FPÖ-Vilimsky
Link: http://www.pekobaxant.at/stories/52419/