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Öffentlich, seit 2006-10-30 20:46:59 eröffnet von Jürgen Wutzlhofer

Letzte Änderung: 2009-03-10 12:25:49

bilanz ziehen, die zweite

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2010-06-29 18:23:19

wie gestern an dieser stelle berichtet tagt diese woche der wiener gemeinderat, um den rechnungsabschluss 2009 zu beraten und zu beschließen - eine bilanz, in zahlen und natürlich auch durch politische argumentation. gestern um 22.15 wurde die sitzung unterbrochen, um heute morgens wieder aufgenommen zu werden.

mittlerweile haben wir diese bilanz - mit einem ausgabenrahmen von über 11 milliarden euro eine ganz schön inhaltsvolle sache - aus fast allen blickwinkeln diskutiert. gerade ist die letzte inhaltliche runde - zum thema umwelt - an der reihe. 

ich habe die besondere ehre, als allerletzter zum rechnungsabschluss der geschäftsgruppe umwelt zu sprechen. wie man sich vorstellen kann, sind zu diesem zeitpunkt nicht mehr alle begeistert :-)

wie auch immer. für alle, die an diesem schönen sommerabend was anderes, sagen wir mal: sommerlicheres machen als der live-übertragung des gemeinderates zu lauschen, kommt hier meine rede:


Sehr geehrte Damen und Herren!


 


Wir nähern uns mit Riesenschritten dem Ende der Debatte zum Rechnungsabschluss 2009. Ich bin mir meiner dankbaren Rolle als letzter Redner bewusst und werde versuchen, mich aufs Wesentliche zu beschränken.


 


Das Wesentliche beim Rechnungsabschluss ist das große Vorhaben, Wien aus der Krise herauszuinvestieren. Das ist möglich, weil wir in guten Jahren sparsam waren – Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist es gelungen, ein Drittel des Wiener Budgetdefizits abzubauen. Dadurch haben wir uns den Spielraum geschaffen, jetzt aktiv Krisenbekämpfung zu betreiben.


 


Das Wesentliche, dass dieser Sachverhalt mit Umweltpolitik zu tun hat, ist folgender Gedanke:


 


Unsere Gesellschaft steckt in ziemlich vielen Krisen - Finanz- und Wirtschaftskrise, Arbeitsmarktkrise, die Krise zunehmender Ungleichheit und Entsolidarisierung oder Klima- und Ressourcenkrise. Alle diese Krisen sind im Grunde genommen Krisen einer Gesellschaft, die nicht nachhaltig ist. Und Nachhaltigkeit, das ist immer zugleich ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit.


.


Das Wesentliche, das ist die Herkulesaufgabe, dass unsere Gesellschaft, dass unsere Welt eine nachhaltige Gesellschaft bzw. Welt wird.


 


Ob das gelingt, hängt ganz wesentlich von Städten ab:


 


-         80% der Weltbevölkerung lebt in Städten


-         das meiste Know How unserer Zeit ist in Städten gebündelt


-         Städte sind auch „geteilte Orte“: Gemeinsame Verkehrsinfrastruktur, verdichtetes Wohnen, und und und: das sind alles Merkmale von nachhaltigem Lebensstil.


 


Städte sind also der Motor für eine Gesellschaft der Zukunft. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass das nur für funktionierende Städte gilt. Städte, die die Mittel und den politischen Willen zur Gestaltung haben. Städte, in denen ein dichtes Netz an Daseinsvorsorge besteht und in denen ökologisch nachhaltiges Leben nicht eine Frage von Arm und Reich ist.


 


Wien ist so eine Stadt. Und nicht umsonst ist unser internationales Engagement darauf ausgerichtet, dass Städte diese so essentielle Rolle für die Zukunft spielen können. Deshalb wurde Wien auch zum Vorsitz des Umweltforums des europäischen Städtebundes Eurocities gewählt. Dort vertreten wir die Interessen der Städte: Für eine Sicherung der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand, für eine Berücksichtigung der Rolle der Städte in der Politik der Europäischen Union wie zum Beispiel beim 7. Umweltaktionsplan, beim EU-Budget oder bei der Europa 2020-Strategie. Und für zentrale umweltpolitische Anliegen wie nachhaltige Beschaffung, Energieeffizienz und eine AKW-freie Zukunft.


 


Apropos Atomkraft: Das ist ein gutes Argument dafür, dass ich sie mit internationalen Aspekten der Wiener Umweltpolitik behellige. Wenn es nicht ein so starkes Engagement der Stadt Wien und allen voran von Ulli Sima gegen Mochovce gegeben hätte, man könnte fast glauben, in Österreich ist niemand mehr gegen Atomkraft, so fußmarod und lasch waren die Initiativen der Wiener Opposition und des Bundesumweltministers gegen Atomkraft!


 


Ich hab ihnen ja versprochen, mich auf das Wesentliche zu beschränken. Das Wesentliche ist, dass wir in Wien global denken und lokal handeln. Das ist ein weit besseres umweltpolitisches Konzept, als lokal zu denken und nicht zu handeln!


 


Wien ist global gesehen die Welthauptstadt der Lebensqualität. Lokal bedeutet das einen Haufen Arbeit:


 


-         Etwa beim sauber Halten der Stadt: Mit Waste Watchern – allein im letzten Jahr wurden 149 mehr MitarbeiterInnen ausgebildet. Mit der Aktion saubere Stadt – ein Hundestecker ist vielleicht eine Kleinigkeit – 12.000 neue im Jahr 2009 ändern ganz schön das Bewusstsein der Bevölkerung – So wie Projekte wie „Wien räumt auf“, das Reperaturnetzwerk, der Weihnachtssack und so weiter. Die Abfallvermeidungs und –trennungsschwerpunkte bei Großbaustellen und –veranstaltungen und so weiter. Die vielen Initiativen für eine saubere Stadt waren in den letzten Jahren extrem erfolgreich!


-         Lebensqualität heißt auch Grünraum: Allein im letzen Jahr sind 5 neue Parks und 3 noch größere Projekte wie etwa beim Flugfeld Aspern dazugekommen. Wenn mehr als die Hälfte unserer Stadt von Grünraum bedeckt ist, ist das ein zentraler Beitrag zur Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener. Auch das ist nicht statisch, daran wird laufend weitergearbeitet.


-         Lebensqualität heißt auch besser Radfahren Können – ich bin persönlich besonders stolz darauf, dass ab Herbst der neue Wientalradweg befahren werden kann!


 


Ok, das Wesentliche. Lebensqualität hat mit Glück nix zu tun. Es ist die Folge von beinharter Arbeit und politischem Willen. Und von laufenden Investitionen. So wie die gesamte Bilanz unserer Politik unter dem Zeichen „aus der Krise investieren“ steht, tut es selbstverständlich auch die der Geschäftsgruppe Umwelt:


 


-         Die Wiener Wasserversorgung haben wir nicht beschlossen, aber die laufende Erhaltung und Verbesserung der 319 km langen Hochquellwasserleitungen und des 3.289 km langen Rohrnetzes in der Stadt ist genau das, was ich mit Investitionen in die Zukunft meine: Allein ins öffentliche Rohrnetz wurden 2009 über 23 Millionen Euro gesteckt. Mit der Generalsanierung von Wetterin- und Lärchsteinstollen ist das Notwendige getan worden, um eine große Errungengschaft der Vergangenheit für die Zukunft fit zu machen


-         Der Grünraum fällt wie gesagt auch nicht vom Himmel – die MA 42 hat ein plus von 27% der Ausgaben zu verzeichnen


-         Beim Hochwasserschutz sind 2009 mit der Sanierung des Rechten Donaudamms und der Aufhöhung des Alberner Hauptdammes große Investitionen getätigt worden.


-         Das Wesentliche: Aus der Krise investieren. Das heißt im Umweltbereich 58.035.000 Euro – im Vergleich zu 40.599.000 im Vorjahr.


 


Global denken heißt auch, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen, entgegenzusteuern und unsere Politik darauf abzustimmen. Das hier im Haus das erste Klimaschutzprogramm beschlossen wurde, ist auch schon mehr als 10 Jahre her. 10 Jahre, in denen wir gezeigt haben, dass wir unsere eigenen Ziele ernst nehmen und erfolgreich ein großes Maßnahmenpaket gegen den Anstieg der Co2-Emissionen ergriffen haben.


 


-         Mit dem KLIP II haben wir im Dezember beschlossen, diesen Weg weiterzugehen. Mit seiner Umsetzung werden wir bis 2020 ganze 1,4 Mio. Jahrestonnen an Treibhausgasemissionen vermeiden. Wien hat schon heute die geringsten Pro-Kopf-Emissionen österreichweit. Das neue Ziel bedeutet ein minus von 21% Emissionen im Vergleich zu 1990.


-         Lokal Handeln, das bedeutet beim KLIP II einiges an konkreten Zielen, wie die Erhöhung des Fernwärme-Anteils auf 50%


-         Klimawirksam und schlau ist auch die Offensive zur Dach- und Fassadenbegrünung – 2009 hat die MA 22 dazu eine hochkarätige Fachtagung initiiert.


-         Nachhaltigkeit braucht politische Rahmenbedingungen, die wir setzen. Es braucht aber auch das Engagement der Bevölkerung. Umso wichtiger sind die vielen Initiativen zum Thema Awareness und Umweltbildung. Dazu gibt’s aus dem Umweltbereich eine Vielzahl an Denkanstößen: BEISPIELE BROSCHÜREN (EULE-Bildungsprogramm, Faire chancen-Einkaufsplan, Slow-Food-Führer…)! Ich kann sie nur ans Herz legen – aber Achtung: Sie können ihr Leben verändern!


-         Wer politische Rahmenbedingungen vorgibt und andere zum Handeln auffordert, sollte auch selbst handeln. Ein besonders wichtiges Beispiel dafür ist der ökokauf. Wir beschließen in wenigen Minuten eine Bilanz mit einem Ausgabenrahmen von über 11 Milliarden Euro. Wenn ein Einkäufer mit so einer Geldbörse beschließt, nachhaltig einzukaufen, bewegt das ordentlich viel: Allein 2004 – 2008 wurden durch ökokauf 135.000 Tonnen CO2 und 63 Millionen Euro eingespart!


-         Last, but not least möchte ich als Beispiel für lokales Handeln in globalem Rahmen den ÖKO-businessplan erwähnen – im letzten Jahr mit einem neuen Schwerpunkt zum Thema green IT. Hier beweisen Jahr für Jahr hunderte Unternehmen, dass ökologisches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Im Gegenteil – und damit bin ich wieder am Anfang: Nur durch ökologische Nachhaltigkeit kann auf Dauer wirtschaftliches Wachstum ohne Krisen ermöglicht werden.


 


In diesem Sinn muss ich mir wohl eingestehen, das Wesentliche gesagt zu haben. Eines fehlt noch:


-         Eine Rechnungsabschlussdebatte ist immer Anlass zu politischer Rückschau


-         diese Rückschau bestätigt, wie ambitioniert, intelligent und vor allen Dingen erfolgreich in Wien Umweltpolitik gemacht wurde und wird. Wie global gedacht und lokal gehandelt wurde und wird. Wie täglich daran gearbeitet wird, die Lebensqualität in unserer Stadt auszubauen.


-         Bleibt nur noch, jenen zu danken, die hier täglich arbeiten. Alle Erfolge der Wiener Umweltpolitik sind nur möglich durch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsgruppe Umwelt. Dafür möchte ich mich und im Namen meiner Fraktion sehr herzlich bedanken!


 


1 Kommentare -

bilanz ziehen

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2010-06-28 14:52:22

im heutigen standard-corti-"einserkastl"  singt der autor eine ode an den kaffee. er ist schlicht und einfach gut, und das nicht nur im geschmacklichen, sondern auch gesundheitlichen sinn. ich kann dieser meinung nichts bzw. wenn, dann nur zustimmendes hinzufügen. besonders heute. es ist nämlich der erste tag einer langen rechnungsabschlusswoche im wiener rathaus. banal ausgesprochen heißt eine der wesentlichen herausforderungen an den mandatar bzw. die mandatarin: durchhalten. denn mehrere tage hintereinander von frühmorgens bis spät (mitter-)nachts einer debatte beiwohnen, das ist schon ein ganz schöner kraftakt. womit ich wieder beim kaffee bin, den ich dieser tage noch exzessiver brauche als sonst.


aber bitte. es gibt ja einen grund, warum wir uns hier im rathaus treffen. der rechnungsabschluss ist nichts anderes als die "bilanz" der wiener stadtpolitik, oder anders gesagt: in zahlen gegossene rückschau. was hier zur diskussion steht, ist von der krise bestimmt. die devise der stadt lautet: arbeit, aufträge, ausbildung. und das wiederum keynesianistische budgetpolitik. wien hat ab der jahrtausendwende ein drittel der schulden abgebaut (im unterschied beispielsweise zu kärnten, das finanzstadträtin renate brauner heute morgen spitz das "griechenland österreichs" genannt hat). jetzt ist die zeit für eine andere politik. mit rekordinvestitionen von 1,810 milliarden euro soll im wesentlichen eines geschafft werden: wien bzw. die wiener wirtschaft aus der krise hinaus zu investieren. natürlich kosten diese konjunkturmaßnahmen (allein plus 20% ausgaben im baugewerbe....) geld, sie kosten auch mehr geld als zur verfügung gestanden ist. trotzdem bleibt wien locker im maastricht-budgetpfad.


alles in allem sind das sehr erfreuliche facts für mich. während andere (darunter die övp-wien-obfrau marek) zb. den gratiskindergarten in frage stellen, ist das in wien nicht der fall. im gegenteil: gerade ausgaben in die bildung sind als wachstumsimpuls jetzt besonders wichtig.


gegen den schlaf ankämpfen kann man natürlich auch recht gut durch reges nachdenken. in meinem fall über die rede zum rechnungsabschluss zur umweltpolitik, die ich morgen zu nachtschlafender zeit halten werde. aber das ist schon ein neuer blogeintrag...

offenbarungseid für marek

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2010-04-29 16:22:47

heute hab ich einen antrag im gemeinderat eingebracht, der die bundesregierung zu einer verlängerung der bundesförderung für neue kindergartenplätze auffordert. der antrag war breit unterstützt (von spö, övp und grünen eingebracht) und einstimmig beschlossen. gebraucht wird der weitere ausbau dringend (und umgesetzt auch: heute haben wir auch 4000 neue kindergartenplätze bis 2011 beschlossen...). 


ob das zuständige regierungsmitglied christine marek (die ja auch wiener övp-obfrau ist...) dieser wichtigen forderung aus wien nachkommt oder nicht, wird sich zeigen. in den letzten wochen haben sich mehrere övp-granden, auch marek war dabei, vom gratiskindergarten distanziert. ob nun marek bildung für kinder als sparpotenzial empfindet oder aber weiter unterstützt, wird ihr offenbarungseid...


hier meine presseaussendung zum antrag:



Kinderbetreuung - SP-Wutzlhofer: "Gemeinderat fordert einstimmig die


Datum/Zeit:  29.04 13:44


OTS244 5 II 0292 DS10007                                  29.Apr 10 

 

Familie/Kinderbetreuung/Gemeinderat/SPÖ/Wien-Klub/Wutzlhofer 

 

 Kinderbetreuung - SP-Wutzlhofer: "Gemeinderat fordert einstimmig die 

Verlängerung des Bundeszuschusses zum Ausbau der Kinderbetreuung" = 

 

   Wien (OTS/SPW-K) - Der Wiener Gemeinderat hat sich einstimmig für 

die Verlängerung des Bundeszuschusses für den Ausbau des 

institutionellen Kinderbetreuungsangebots und die verpflichtende 

frühe sprachliche Förderung ausgesprochen. "SPÖ, ÖVP und Grünen haben 

einen entsprechenden gemeinsamen Antrag eingebracht. Jetzt ist 

ÖVP-Familienstaatssekretärin Christine Marek am Zug!", sagt 

SPÖ-Gemeinderat Mag. Jürgen Wutzlhofer.  

 

   In Wien wurden bereits im letzten Jahr die Kinderbetreuungsplätze 

massiv ausgebaut, heute hat der Gemeinderat einen Ausbau um weitere 

4.000 Plätze bis 2011 beschlossen. "Zentral für die Wiener 

Stadtpolitik ist, dass dieser Ausbau auch in Zukunft weiter geht. 

Wien hat bereits jetzt mit Abstand die meisten Plätze von allen 

Bundesländern. Besonders bei den Krippenplätzen ist der Unterschied 

gravierend. Wir sind noch nicht am Ziel, daher ist ein weiterer 

Ausbau nötig", sagt Wutzlhofer. 

 

   Wien habe in diesen Ausbau massiv investiert, konnte aber auch auf 

Bundesmittel zurückgreifen, weil die Bundesregierung unter 

sozialdemokratischer Führung wieder aktiv Länder beim Ausbau 

unterstützt, nachdem schwarz-blau die Kindergartenmilliarde 

abgeschafft hat, sagt der SPÖ-Gemeinderat. "Die º15a-Vereinbarung, 

die diesen Bundesmitteln und der Förderung von verpflichtender früher 

sprachlicher Förderung zugrunde liegt, läuft nun aus. Damit der 

Ausbau zügig weitergehen kann, braucht es unbedingt eine 

Verlängerung", sagt der SPÖ-Politiker. 

 

   "Es ist ein wichtiges Signal an die VP-Familienministerin, dass 

dieser Antrag von SPÖ, ÖVP und Grünen eingebracht, und von allen 

Fraktionen beschlossen wurde. Jetzt müssen sich VP-Vizekanzler Pröll 

und Staatssekretärin Marek - die auch Wiener ÖVP-Chefin ist - 

deklarieren, ob sie sich zum weiteren Ausbau in den Bundesländern 

bekennen oder das Thema Kinderbetreuung in der ÖVP nunmehr als 

Spar-Potenzial gesehen wird, wie die Abkehr von Pröll, Lopatka und 

anfangs auch Marek vom Gratiskindergarten nahe legt", fordert 

Wutzlhofer die ÖVP-Bundespolitiker auf, Stellung zu beziehen. 

   (Schluss) 

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sonntag schon was vor?

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2010-04-23 22:04:52

wahlzetteldas ist ein wahlaufruf. am sonntag zur wahlgehen, heißt:


- ein grundlegendes demokratisches recht wahrnehmen, für das viele tausende menschen gekämpft haben, und für das auch viele mit ihrem leben bezahlen mussten, 


- selbst mitzuentscheiden, anstatt andere über einen entscheiden zu lassen,


- bestimmen, wer an der spitze unseres landes steht und in schwierigen, krisenhaften zeiten die letzten not-funktionen unserer republik in der hand hält,


- entscheiden, wer der bestgeeignetste kandidat ist,


- zeigen, wie man die arbeit des amtierenden bundespräsidenten einschätzt,


- ein bekenntnis zur direkten volkswahl des/der bundespräsidenten/-in ablegen,


- zwischen demokratie und deren aushöhlung wählen,


- eine stimme abgeben, die zählt: eine stimme für heinz fischer.


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done that. startschuss für den wientalradweg!

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2010-04-16 13:15:09

spatenstich wienflussradwegheute haben wir den spatenstich für das rot-grüne projekt wiental-highway gemacht. damit wird schon ab herbst mögiich sein, von der kennedybrücke bis hinaus nach hadersdorf kreuzungsfrei und direkt am wienfluss zu radeln! endlich geht damit eine große politische forderung von mir und der spö penzing in erfüllung! ich freu mich sehr darüber. das projekt ist eine wirklich gute und konstruktive zusammenarbeit zwischen rot und grün, von der spö waren staatssekretär andreas schieder und ich, von den grünen die gemeinderätInnen christoph chorherr und sabine gretner involviert. große unterstützung gab es von anfang an bei den umsetzenden des 5,3 millionen-projektes, stadträtin ulli sima und stadtrat rudi schicker.


ich bin überzeugt davon, dass er radweg eine massive verbesserung für die vielen radlerInnen im westen wiens ist. die arbeiten am bau und an der anbindung an das bestehende radwegnetz starten jetzt. hier findet sich die presseunterlage mit allen details!

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