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politik von ihrer besten site

der wutzlhofer.net - blog. eindrücke, ausfälle, pressetexte, reflexionen. alles halt, was so einen politiker zum schreiben bringt...

Öffentlich, seit 2006-10-30 20:46:59 eröffnet von Jürgen Wutzlhofer

Letzte Änderung: 2009-03-10 12:25:49

das ist unser mann...

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-08-26 09:03:46

ich habe gerade erklärendes zu meinem letzten blog-eintrag erfahren: die aktion ist von gottfried berchtold, einem vorarlberger künstler. und sein portrait kommt mit allen parteien...

zum thema (un-)verwechselbarkeit gibt es ja seit gestern auch ein schönes update: mit seinem vorstoß für fünf konkrete vorhaben, die die spö bei der kommenden nationalratssitzung einbringen will, hat werner faymann wohl als bislang einziger worte auch mit taten verbunden. die abschaffung der studiengebühren erscheint mir sehr wichtig, weil die spö damit stark an glaubwürdigkeit (zurück-)gewinnen kann.

interessant finde ich übrigens auch, dass es der AG-ler samir al-mobayyed (das ist der derzeitige ÖH-vorsitzende) schafft, diese entscheidung mehr oder minder schlechtzureden. ich würde mal sagen, so einen ÖH-vorsitzenden wünschen sich die meisten studierenden auch nicht wirklich...

es reicht - molterer reicht!

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-08-25 16:33:22

eine frage ging mir in den ersten wahlkampfwochen nicht aus dem kopf: warum versteckt die övp willi molterer? weil dem schwarzen parteivolk die "es reicht"-plakate einfach viel besser gefallen als der rurale bart des (noch-) chefs? weil alle internen umfragen zeigen, dass es wohl besser ist, ihn gar nicht mal zu plakatieren und darauf zu bauen, dass einige leute vergessen haben, wer der obmann der övp ist und glauben, es sei eh ein eloquenter, netter und überzeugender kerl? oder weil es vielleicht schon jetzt jemanden gibt, der in seine fußstapfen getreten ist, so im geheimen?

kurz hab ich heute früh geglaubt, die antwort gefunden zu haben. am karlsplatz findet sich ein riesenplakat mit dem "neuen mann" der övp (siehe foto). recht viel fader als willi molterer ist der auch nicht.

das alles ist aber doch weniger ernst als gedacht, zumindest ist es nicht der überraschungseffekt der övp-kampagne. auf der rückseite des plakates findet sich das gleiche konterfei, mit dem gleichen text und dem SPÖ-logo. also eher ein künstlerischer scherz, dessen aussage wohl auf die verwechselbarkeit von politikerInnen zielt. was ja auch ganz lustig und vor allen dingen ernst zu nehmen ist. zum glück ist zumindest aus meiner sicht die verwechselbarkeit von willi molterer und werner faymann ziemlich endenwollend. zum glück für uns :-)

Rein ins Rathaus!

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-08-18 13:49:41

ab heute heißt es wieder Rein ins Rathaus. in dem riesigen planspiel wird gehört das rathaus den kindern - sie arbeiten, verdienen holli cents, zahlen steuern, gründen parteien, wählen eine stadtregierung, reporterInnen berichten in funk und fernsehen darüber und und und.

bis zum kommenden samstag wird auf diese art stimmung ins rathaus gebracht. für mich ist auch heuer wieder einfach schön, wenn man feststellen kann, dass gesellschaft und politik keine abstrakten, uninteressanten oder schwer durchschaubaren dinge sind. kinder haben ein demokratisches verständnis, und kinder machen sich über die gesellschaft gedanken und wollen sich in ihr einbringen. umso wichtiger ist es daher, dass der partizipative geist von rein ins rathaus selbstverständlichkeit in allen lebensbereichen wird. mitmachen, mitreden und mitbestimmen - das müssen zentrale grundpfeiler von pädagogik sein!

Link: http://www.reininsrathaus.at

jörg haider tritt an! oder nicht? oder doch?

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-08-14 23:41:14

das ist jetzt aber wirklich nett. jörg haider wird platz 1 auf der liste des BZÖ für die nationalratswahlen (vermutlich kann auch er gut mit der stoßstange seines autos umgehen). jörg haider gibt aber auch an, nicht ins parlament einziehen zu wollen. aha. das ist aber originell jetzt. gewissermaßen eine vervollkommnung des "ich bin wieder weg" und "ich bin wieder da" durch gleichzeitigkeit.

haider, das große role model für "neue politik" hat wieder mal neue maßstäbe gesetzt: bei wahlen antreten und aber dann gar nicht gewählt werden wollen irgendwie, weils eh wurscht ist, so ein nationalrat. dem mann kann nur durch nicht-wahl geholfen werden, seine ziele zu erfüllen.

ebenso interessant wie der offenkundige wahn des kärntner landeshauptmannes ist die tatsache, dass sich trotzdem (oder deswegen) immer wieder wer findet, der alles tut, um ein bisschen zu sein wie er. ja, natürlich strache. aber auch zum beispiel der mann mit dem entspannten, gelösten lächeln aus der övp: hannes missethon. der hetzt nämlich heute wieder zum wiederholten male gegen die "ausländer-ghettos", die wien prägen und fordert harte maßnahmen. jaja: es reicht.

Link: http://wutzlhofer missethon haider

2 Kommentare -

bewegung beim bildungsjahr...

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-08-13 23:14:48

heute hat sich ja einiges bewegt, was bislang recht verfahren war. erstens will die övp (der es ja bekanntlich reicht) nun doch nicht ein jahr warten, bevor es eine unterstützung für die von der teuerung am stärksten betroffenen familien gibt. zweitens aber will sie genau jenes (die rede ist von einer 13. familienbeihilfe) mit einem verpflichtenden kostenlosen kindergartenjahr "junktimieren".

dazu gibt es eine eher negative auslegung, die heute josef cap sinngemäß mit "wenn man war wirklich will, dann junktimiert man es nicht mit etwas in der umsetzung eher kompliziertem" auf den punkt gebracht hat. ich möchte es hier mit einer positiven sichtweise versuchen: ich finde es einfach schön, dass die övp, obwohl es ihr reicht, nun der SPÖ-forderung eines verpflichtenden kindergartenjahres ab 5 jahren zustimmen will.

dieses bildungsjahr ist auch eine alte forderung der wiener spö - wien ist das erste bundesland mit einem bildungsplan für die kindergärten, und die sichtweise, dass kindergärten zentrale bildungseinrichtungen sind ist der schlüssel dazu.

übrigens hat heute auch die arbeiterkammer in einer pressekonferenz ein konkretes bild einer solchen verstärkten frühen förderung entworfen - bei dem bildungsjahr deckt sie sich genauso wie bei der forderung nach einer akademischen ausbildung für alle pädagogInnen mit den unseren. w24 hat dazu heute einen bericht gemacht, in dem auch ich zum derzeitig laufenden wiener fördermodell gefragt werde. so genug geschrieben. willi molterer würde wohl sagen: es reicht.

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