offensichtlich findet man auf campa den mundi-blog nicht!
Achso, Sommer ist, da werden viele auf URLAUB sein :)
Alles über das Thema Hausbesorger!
Öffentlich, seit 2006-11-03 19:08:40 eröffnet von Raimund Lehner
Letzte Änderung: 2006-11-03 20:37:49
Raimund Lehner schreibt am 2007-07-05 22:54:27
offensichtlich findet man auf campa den mundi-blog nicht!
Achso, Sommer ist, da werden viele auf URLAUB sein :)
Raimund Lehner schreibt am 2007-05-03 08:22:07
Ein Schreiben meinerseits, auch an die Mediensprecher des neuen Stadtrates Michael Ludwig!
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Genossinnen und Genossen, Kolleginnen und Kollegen, Liebe Freunde,
betreff des Artikel http://www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020070425016, über den Frühjahrsputz, auch in Gemeindebauten, muss ich mit Befremden folgendes feststellen.
Trotz der stetig steigenden Unzufriedenheit der Bevölkerung in Gemeindebauten und dem Wissen darüber, dass sich die Menschen wieder einen Ansprechpartner vor Ort wünschen, wurde über die noch rd. 2500 vorhandenen HausbesorgerInnen, in diesem Artikel keine positive Erwähnung gemacht.
Ich finde es als Sozialdemokrat bizarr, wenn ein sozial ausgerichteter Stadtrat ML, selbst oder seine Berater bzw. PressesprecherInnen, nicht das geeignete Fingerspitzengefühl entwickeln, zu wissen was das Volk denkt und braucht.
Das Volk will keine Reinigungsfirma, es will die altehrwürdigen HausbesorgerInnen wieder haben. Einen Ansprechpartner vor Ort mit dem man täglich Sorgen besprechen kann, dem man sich anvertrauen kann und der nicht, mit noch so gut gemeint und „super“ ausgebildeten MediatorInnen (Gebietsbetreuungen), wett gemacht werden kann.
Ich schreibe diese paar Zeilen erst jetzt, da ich einige Tage im Spital verbrachte. Und selbst darin habe ich, wie auch allen anderen HausbesorgerInnen angehaftete „Menschlichkeit“ wahrgenommen und meine, auch im selben Spital befindlichen, Mieter (WählerInnen) betreut bzw. besucht. Das ist „Menschlichkeit“, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Wenn ich diese „Menschlichkeit“ von den noch vorhandenen 2526 HausbesorgerInnen hochrechne, kann man sich durchaus ausrechnen, wie viele Menschen (WählerInnen) sich sozial wohlfühlen.
Nun werde ich von den Kolleginnen und Kollegen mit Mails und in verschiedenen Foren im Internet, über diese „Nichtanerkennung“ jener SozialdemokratInnen, sprich HausbesorgerInnen, mit diesem Artikel konfrontiert und bin empört über diese Berichterstattung.
Mit dem Bewusstsein, der Nichtbeachtung dieser Zeilen, weiß ich genauso sicher, dass es wieder Wahlen geben wird, bei der die Sozialdemokratie, weiterhin viele Stimmen verlieren wird. Wieder wird es nach den Wahlen Analysen, Ausschüsse, Tagungen und viele Gespräche über die Verluste in den Gemeindebauten geben. All jene die mit mir persönlich oder via Internet Kontakt haben, sind verlorene „Schafe“ und Schafe sind bekanntlich nicht alleine. Sie alle leben in Familienverbänden und mit schaudern denke ich an den mühseligen hoffnungslosen künftig zu führenden Wahlkampf, wieder werden es nur wenige sein, die zu motivieren sind.
Und wieder wird niemand auf den kleinen Mann hören! Auch die Herabsetzung des Wahlalters wird kaum Linderung der Verluste bringen und kaum jemand der Beschäftigten in den Reinigungsunternehmungen, wird für die Sozialdemokratie sich so engagieren, wie es die HausbesorgerInnen tun.
Mit freundlichen Grüßen
Raimund Lehner
Raimund Lehner schreibt am 2006-12-31 17:51:06
Immer wieder wird über den Hausbesorgerberuf diskutiert!
Wie denkt ihr über den Beruf - Hausbesorger?
Raimund Lehner schreibt am 2006-11-04 10:59:16
So stand es in der „UNSERE STADT“ Zeitung vom September 2006
Nicht nur in diesem Blatt sondern generell, wird die Hausbetreuungsfirma von Wiener Wohnen als Musterbetrieb präsentiert. Unter Einhaltung der ISO Normen wird der Betrieb weiter ausgebaut und in den nächsten Jahren, jährlich um 10 Stützpunkte erweitert. Natürlich immer im Interesse des Kunden und natürlich zu besonders günstigen Preisen für die Mieter.
Wie hat man vor Jahren gesagt?
40% Betriebskosteneinsparung, wenn es keine Hausbesorger mehr gibt. Etwas später korrigierte man auf 20%, jetzt sagt man nur mehr, dass es auf alle Fälle billiger sei, als ein Hausbesorger!
Fakt ist, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung stark gestiegen ist und alles teurer wird.
Unumstritten gibt es eine Besserung der Reinigung, nachdem ein Hausbesorgerposten von der WiWo Hausbetreuung übernommen wurde. Das allerdings nur für Kurze Zeit! (neuer Besen kehrt gut) Nach längerer Betreuungszeit kommt unweigerlich das Fehlen einer Ansprechperson zu tragen.
Kleinreparaturen dauern ewig lang bis sie durchgeführt werden, Mängel werden nicht gemeldet, niemand fühlt sich zuständig und selbst wenn Mieter Meldung machen, werden diese nicht kontrolliert bzw. gibt es keine Rückmeldungen.
Das heißt, dass der zuständige Werkmeister die Meldung zwar an den Kontrahenten weitergeleitet hat, aber aus Zeitgründen nicht im Stande ist, zu überprüfen ob diese Reparatur auch durchgeführt wurde.
Und so kommt, was kommen muss:
Nach langer geduldiger Wartezeit, wird sich wieder ein Mieter finden und abermals dieses eine Gebrechen urgieren und da können selbstverständlich wieder Wochen vergehen.
Abermals bekommt der überforderte Werkmeister dieselbe Meldung per Mail zugesendet.
Was macht er damit?
Bei einer Kontrolle erkennt er, dass er diese Meldung schon an den Kontrahenten weitergeleitet hat und antwortet mit „wurde bereits erledigt“. Und es werden abermals Wochen vergehen, bis vielleicht der Schaden tatsächlich behoben wird oder das Spiel beginnt von vorne!
Diese Erkenntnis machen die Menschen in den Hausbesorgerlosen „BURGEN“ der Gemeinde Wien. Ich finde es eine Provokation den Mietern gegenüber, wenn in der „unsere Stadt“ - Zeitung, so lobend geschrieben wird und die Wahrheit eine ganz andere ist.
Ich habe auch im Bezirk viel mit Menschen zu tun. So hatte ich vor kurzem das Erlebnis mit einer Gemeindemieterin, die sich über die Hausbesorgerlose Situation in ihrem Wohnhaus, zu Recht, maßlos aufregte und in ihrem Redeschwall kein Ende fand. Den Zeitungsartikel betrachtend geriet sie sofort wieder in Rage! Ich habe volles Verständnis dafür gezeigt, konnte ihr aber nicht wirklich helfen, so ist es eben.
Die Hausbetreuung von WiWO:
Meine Formulierung gegenüber einer Mitarbeiterin von der Ges war, „es ist nicht alles Gold was glänzt und unter dem Blattgold rostet es gewaltig“ und manche MitarbeiterInnen, die nicht mehr in diesem Betrieb arbeiten, bestätigen dies durchaus. Fakt ist: Schön langsam bröckelt das Blattgold ab und der Rost breitet sich schneller aus, als gewünscht wird!
Keine Frage, natürlich wird man mit enormen Kosten versuchen wieder medial Blattgold aufzutragen, aber Rost bleibt Rost!
Apropos Kosten, diese Gemeindemieterin mit der ich dieses Gespräch führte, berichtete mir unter anderem auch, dass seit ausscheiden der Hausbesorgerin die Betriebskosten ständig steigen und heuer wieder um € 50 angehoben wurden. Ich würde sagen, dass der Artikel in der „unsere Stadt“ - Zeitung unter „Gefahr in Verzug“ einzureihen ist. Der Gesundheitszustand der „Patienten“, wird durch lesen diese Beitrages (Kostengünstig wie noch nie) beachtlich beeinträchtigt und kann zu Herz-Kreislaufproblemen führen.
Ich konnte die Mieterin beruhigen und schlug ihr als Präventivmaßname vor, künftig diese Zeitung nicht mehr zu lesen.
Ihr verzeiht wenn ich da ein wenig Zynismus einbringe. Ich meine aber, dass wir Hausbesorger auch auf die Gesundheit unserer Mieter achten sollen und so glaube ich etwas Gutes getan zu haben.
Ja, ja, man sieht wieder, dass dort wo es keine HausbesorgerInnen mehr gibt, die Menschen nicht nur seelisch sondern auch körperlich krank werden.
"Ein guter Hausbesorger kann durch nichts ersetzt werden"
Wir BR werden natürlich immer wieder aufzeigen, was da so falsch läuft und unseren Konkurrent, der er ja in Wirklichkeit keiner ist, dazu zu bewegen Richtlinien einzuhalten. Das wiederum zwingt dieses Unternehmen dazu, sich anzupassen, aus Fehlern lernen, Mieter und Mitarbeitergerechter zu arbeiten uvm. All das wird Kosten verursachen.
Erste Veränderungen zeichnen sich ja schon ab. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass sich die Ges jährlich um 10 Stützpunkte ausweiten möchten. Dieses Bestehende System mit Fuhrpark, hin und herbringen der Arbeitstrupps von den wenigen Stützpunkten kostet enormes Geld. Jetzt will man das aus "Umweltgründen" auf "Stützpunkte" vor Ort verlagern. Das heißt, die Arbeitstrupps werden in der Früh zu ihren Stützpunkten fahren und von dort aus per Fuß die Anlagen betreuen, so glaubt man kostengünstiger durchzukommen. Ich glaube das Gegenteil wird eintreten, die Betreuungen der Häuser wird viel teurer werden. Also ihr seht, die Zeit arbeitet für uns!
Es werden noch viele strukturelle- Änderungen in der Ges, vorgenommen werden müssen.
Egal wie viele Anpassungen die WiWo Hausbetreuung GsmbH in Zukunft vornehmen wird, sie werden immer die teurere Hausbetreuung bleiben, unsere Aufgabe ist ein ständiges aufzeigen, wie Fälle die ich geschildert habe und entsprechend verbreiten.
Übrigens die Motivation der MitarbeiterInnen ist gleich null!
Ich kenne Mitarbeiter die von der vergangenen Wintersaison 2005/2006 noch die Löhne offen haben! Da stellt sich für mich als Sozialdemokrat, Gewerkschaftler und Betriebsrat schon die berechtigte Frage, das soll eine soziale Firmenführung sein? Es kommt noch schlimmer, wo Frauen in den Waschküchen der Gemeindebauten aufs WC gehen uvm. ganz zu schweigen wenn Frauen ihre Regel haben, wo gehen sie da hin? Eine Kollegin berichtete mir, dass sie das Fenster offen hatte und Geräusche vom Hof vernahm, sie ging zum Fenster um nachzusehen und sah einen "armen" Mitarbeiter der WiWo Ges., hinter dem Gebüsch sitzen, als dieser gerade seine "große" Notdurft verrichtete. Es zeigt wie viele Schwierigkeiten eine derartige Umstrukturierung, weg vom Hausbesorger, mit sich bringt. Da von Kostengünstig wie noch nie zu sprechen, ausgetragen auf dem Rücken der Beschäftigten, ist ein Schlag in das Gesicht der Arbeitnehmer und dem sozialdemokratischen Grundgedanken. Nicht einmal die billigsten Arbeitskräfte verdienen es, unter derartigen Bedingungen arbeiten zu müssen.
Ich hoffe auf Dr. Alfred Gusenbauer, der für das Volk positive Veränderungen vornehmen und umsetzen wird, vielleicht auch für die Berufsgruppe HAUSBESORGER.
Ich weiß nicht wie ihr darüber denkt, möchte euch mit meinen Beiträgen motivieren und zur Diskussion anregen.
ciao mundi
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Raimund Lehner
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