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politik von ihrer besten site

der wutzlhofer.net - blog. eindrücke, ausfälle, pressetexte, reflexionen. alles halt, was so einen politiker zum schreiben bringt...

auf ein neues...

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-11-24 09:38:08

voila. jetzt steht die neue regierung. nach 10 fragen und anderen gspassettln hat sich die einsicht in die umsicht wohl auch bei der övp durchgesetzt, und das duo faymann-pröll konnte gestern abend die eckpfeiler der neuen regierung präsentieren. nun, ich erinnere mich: bei der regierungserklärung gusenbauer-molterer war ich in einem eingeschneiten landgasthof kaserniert (um meine diplomarbeit zu schreiben....) und beobachtete das treiben allein in meinem zimmer. und meine empfindung dabei war offengestanden: empörung. ich hab die ministerienaufteilung arg gefunden, besonders schockiert war ich aber damals über den offenkundig großen spalt zwischen manchen wahlkampf-forderungen und ergebnissen der verhandlungen. mir war damals schon klar, dass mit der schüssel-övp schlicht und einfach nichts anderes drin war (letztlich hat sie selbst dafür bezahlt...), trotzdem machte mich die tatsache, dass alfred gusenbauer genau das als gemeinsamen erfolg bezeichnete und nicht als einzig mögliches ergebnis, schon ziemlich fertig.

so und jetzt zum punkt: im vergleich dazu ist das gestrige ergebnis wirklich gut. die övp behält zwar wesentliche schlüsselministerien, das gesundheitsministerium und die arbeitsagenden im sozialministerium helfen aber schon der spö dabei, soziale politik machen zu können, und das ist wichtiger denn je. noch frappierender wird der unterschied zwischen 2006 und 2008 aber beim programm. alle wesentlichen forderungen werner faymanns vor der wahl sind jetzt auch im regierungsprogramm verwirklicht: steuersenkung tw. schon vor 2009, entlastung des mittelstandes, konjunkturprogramme zur sicherung der beschäftigung, mehr investition in forschung und entwicklung, pflegesystem ausbauen und sichern, krankenkassen sanieren, 1000 polizisten mehr, verpflichtendes kostenloses kindergartenjahr, einkommensabhängiges karenzgeld, papamonat und einiges mehr. ein guter start, finde ich eigentlich!

anbei gibts noch ein dokument mit ein paar facts&figures zum thema steuerreform und konjunkturpaket...

Download: steuerreform und konjunkturpaket

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Kommentare

Karin Eichler am 2008-11-24 14:16:26

auf ein neues

Leider kann ich deine Meinung nicht ganz teilen. Viele meiner Bekannten und Verwandten waren sehr geschockt über die Aufteilung der Ministerien. Es ist sicher gut die sozialen Komponeneten in einer Regierung zu haben, aber die Leut von Innen - und Finanzministerium stehen seit 8 Jahren unter einem immensen Druck. Dort wird gemobbt was das Zeug hält.
Werner und sein Team wurden immer wieder darauf hingewiesen und informiert - schade, dass da keiner zugehört hat.

Christian Schmidgunst am 2008-11-24 16:24:26

Besser gehts nicht

Möglicherweise profiliert sich Frau Bandion-Ortner im Justizministerium, wahrscheinlich kann die SPÖ sozial jetzt etwas mehr bewegen, aber ganz einsichtig ist mir die Aufteilung der Ministerien nicht.
War das Ergebnis der Wahl nicht etwas 30:25, also ein Verhältnis 6:5?
Kann das wählende Volk nicht daraus schließen, dass die Ministerienverteilung sich nach diesem Verhältnis richten wird?
Ein Ministerium mehr für die SPÖ, wäre das daher nicht mehr als gerecht?
Das verstehten wenige, auch Menschen ohne SPÖ Hintergrund verstehen das nicht. Etwas mehr Risikobereitschaft der SPÖ in den Verhandlungen würde dem Land vielleicht mehr bringen.

Jürgen Wutzlhofer am 2008-11-24 21:20:46

es ist in der regel immer so....

...dass es aus sicht außenstehender (und dazu zähle ich mich auch) immer grund zu kritik an verhandlungsergebnissen gibt bzw. dass sich die frage stellt, ob da nicht mehr drin wäre. spannend finde ich in diesem zusammenhang nur, dass - im unterschied zum letzten mal - die kommentatoren, die der övp ein schlechtes verhandlungsergebnis attestieren ziemlich die waage halten mit jenen, die dasselbe für die spö tun. das ist ja mal an sich ein gutes zeichen....

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