Gestern Vormittag starteten die SPÖ-Frauen in Wien eine Aktion zur EU-Wahl: Mittels sogenannten Bodenzeitungen wollten prominente SPÖ-Vertreterinnen auf Missstände und Ungerechtigkeiten in punkto Gleichberechtigung von Frauen und Männern aufmerksam machen, die es leider in unserer Gesellschaft immer noch gibt.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, EU-Spitzenkandidatin Evelyn Regner und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer führten angeregt Diskussionen mit den Passantinnen, aber auch – wie sich das für gute Gleichberechtigungspolitik gehört – mit Passanten, denn Gleichberechtigung geht uns alle etwas an!
Immer wieder überraschend ist, wie viel Aufmerksamkeit Bodenzeitungen erregen. Zu lesen waren sehr kontroversielle Statements zu Frauenpolitik in Europa. Die PassantInnen konnten ankreuzen, welche Frauenpolitik sie sich für Europa wünschen.
Hier ein Video der EU-Aktion:
Das Resümee:
-) Wir Frauen wünschen uns ein Europa, das sich für Frauen in Führungspositionen einsetzt!
-) Wir wollen ein Europa, das eine faire Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern ermöglicht!
-) Wir fordern ein Europa, das Karenz für beide Eltern ermöglicht!
-) Wir wünschen uns ein Europa, das den Zugang zu sexuellen Verhütungsmitteln ermöglicht!
-) Wir wollen ein Europa, das gegen Frauenhandel kämpft!
-) Wir fordern ein Europa, in dem gleicher Lohn für gleiche Arbeit gilt!
Um diese Forderungen auch umsetzen zu können, gibt es für die Wahl des Europäischen Parlaments am 7.Juni nur eine Möglichkeit: SPÖ wählen!

Lisa Werderitsch
schreibt am 2009-05-26 17:49:55
fritz koehler
am 2009-05-26 19:59:01
Karl Reinhard Horvath
am 2009-05-27 09:08:40
Lisa Werderitsch
am 2009-06-22 22:15:14
Eines macht in meinen Augen jedoch keinen Sinn; die erste Forderung.
Ist es das Ziel der SPÖ, dass Arbeitkräfte aufgrund von Qualifikationen und Kenntnissen in einer Firma eingestellt werden, oder aufgrund ihres Geschlechts. Kann es der richtige Weg sein, kompromisslos, Frauen in den Vorstand einer Firma zu befördern, nur weil es das Bild schöner und gerechter macht?
Eine gesetzlich verordnete, gleich hohe Anzahl an weibl. und männl. Personen an höheren Positionen würde keinen fairen Wettkampf erlauben - es gibt nun mal mehr männl. als weibliche Arbeitskräfte.
Weiters möchte ich sagen, dass – in meinen Augen – ein falscher Schritt ist eine gezwungene komplette Gleichberechtigung zu verlangen. Von wo kommt der zwanghafte Wille einer Frau in jeder Hinsicht genauso zu sein wie ein Mann? Es gibt nun mal natürliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern - mit allen Mitteln dagegen anzukämpfen ist absurd.
Trotzdem: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gegen Frauenhandel, Zugang zu sexuellen Verhütungsmitteln,…