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FotoBlog siegi.net

Die Kamera ist im Alltagsleben nicht immer dabei, ich werde dennoch versuchen, halbwegs regelmäßig diesen Blog mit Fotos zu füllen - und diese zu kommentieren. Die Blogeinträge können - müssen aber nicht - mit der offiziellen Meinung der SPÖ übereinstimmen. Meine Website http://www.lindenmayr.spoe.at/

Endlich aus für Ilisu-Staudamm?

Siegi Lindenmayr schreibt am 2009-07-07 13:31:12

Hasankeyf (Ilisu)

Ich hatte das Thema bereits mehrmals in meinem Blog behandelt. Insbesondere auch deshalb weil ich namens unserer Sektion (Sektionsbeschluss) in der Vergangenheit auch schon zweimal die Bundes-SPÖ angeschrieben hatte. Und heute die erfreuliche Nachricht: auch Österreich steigt aus dem Projekt aus (Stopp der Exportgarantie). Ein Gewinn für die Menschen, für die Ökologie und für Kulturgüter.  Denn es kann bezweifelt werden, dass die Türkei aus eigener Kraft den Staudamm errichten kann. Hintergrundtext von Thomas Schmidinger unter


http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/tuerkei_ilisu.pdf

Link: http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/tuerkei_ilisu.pdf

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Kommentare

kritikus.at am 2009-07-07 16:19:20

Gewinn?

Wo sehen Sie den Gewinn bei der Sache? Die Türken haben ja ohnhin bekräftigt, das Projekt in jedem Fall zu realisieren. Bekommen sie halt chinesische oder russische Anlagen...

Siegi Lindenmayr am 2009-07-07 21:02:49

Die Türkei ist technologisch und finanziell nicht zu diesem Bau in der Lage

Der "Gewinn" ist einfach: Die Türkei ist technologisch und finanziell nicht zu diesem Bau in der Lage - daher wird der Staudamm nicht gebaut werden. Zu verschenken haben auch Russen und Chinesen nichts.

Alois Aschauer am 2009-07-08 16:03:03

aus für österreich heisst nicht aus für ilisu-staudamm!

ich seh den gewinn leider auch nicht - schon gar nicht den für die ökologie: das ding wird gebaut, halt mit weniger ökologischen auflagen und damit billiger für die geldgeber und noch profitträchtiger.
natürlich haben die chinesen und russen nix zu verschenken und tun dies auch nicht: ein waserkraftwerk in dieser zone mit nicht rasend guter energieversorgung ist aber auch kein geschenk, sondern eine hoch profitable angelegenheit, selbst mit den von österreich und deutschland gemachten auflagen wäre es noch sehr profitabel gewesen, um so mehr, wenn diese (oder auch nur ein teil davon) wegfällt.
leidtragender in diesem fall ist die ökologie und die österreichische exportwirtschaft.
um mich nicht falsch zu verstehen: ich rede nicht dem export um jeden preis das wort, z.b. waffen in konfliktbehaftete regionen etc. würde ich niemals befürworten.
wenn aber die dinge so stehen wie se hier stehen und die chance, dass ein ökologisch weniger verträgliches projekt realisiert wird, nahe 100% liegt, wage ich die sinnhaftigkeit von solchen aktionen leise anzuzweifeln

Ilse B. am 2009-08-26 13:31:43

AUS für Ilisu-Staudamm

Ich war durch Zufall selbst jahrelang Augenzeugin, als im kurdischen Teil der Türkei - unweit vom geplanten Ilisu-Staudamm - das Birecik-Baraj Projekt gebaut wurde. Ebenfalls ein großer Staudamm am Euphrat, der hunderte kurdische Dörfer, die wundervolles Kulturgut waren, das fruchtbare Ufergebiet des Euphrat und die historische römische Stadt "Zeugma" mitsamt ihren Ausgrabungen tief unter Wasser setzte. Nicht nur daß die Lebensgrundlage tausender Menschen dort gegen geringe Abschlagszahlungen vernichtet wurde, war die Situation damals - genau wie beim Ilisu-Staudamm-Projekt mitten in einer mehr als schützenswerten Kulturzone heute - so, als wolle man die ganze Wachau unter Wasser setzen.
Außerdem sind die Staudämme eine ungeheure Waffe in den Händen der türkischen Machthaber, die riesigen Gebiete unterhalb der Staumauern durch Entzug von Wasser "auszuhungern". OK, das ist alles nicht neu - aber gerade deshalb ein Grund, immer wieder gesagt und bekämpft zu werden - mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

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