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politik von ihrer besten site

der wutzlhofer.net - blog. eindrücke, ausfälle, pressetexte, reflexionen. alles halt, was so einen politiker zum schreiben bringt...

niemals vergessen, und öfter darüber nachdenken

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2009-11-08 21:05:36

in diesem zusammenhang stand wohl der besuch von STR andreas schieder in einer washingtoner schule, über den die washington post berichtet. er diskutierte dort mit schülerInnen über die aufarbeitung des holocaust in österreich. ich finde das ein ausgesprochen gutes beispiel dafür, wie ein auslandsbesuch eines österreichischen regierungsmitglied neben aller diplomatischen pflichten auch sinnvoll dazu genutzt werden kann, richtige und wichtige zeichen zu setzen.


ein solches zeichen kann man diese woche auch in wien setzen. am 12. november jährt sich die errichtung der republik österreichs zum 91. mal. sozialdemokratInnen gedenken diesem ereignis jedes jahr vor dem republikdenkmal am dr. karl-renner-ring. dieses bekenntnis ist aber auch ein zeichen gegen krieg, faschismus und totalitarismus. 


aufgrund seines eindeutigen bezugs zur republik und zur sozialdemokratie wurde das denkmal von konservativen und faschistischen kreisen angefeindet, nach der ausschaltung der demokratie und dem beginn des austrofaschismus wurden die büsten ursprünglich mit kruckenkreuz-fahnen verhängt und schließlich abgetragen, erst zum 30. jahrestag der republiksgründung 1948 wurde es wieder aufgebaut. am 12. november um 8.00 bei der kranzniederlegung dabei zu sein bedeutet auch, ein zeichen dafür zu setzen, dass das nicht vergessen ist...

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Kommentare

Leopold Klinke am 2009-11-09 07:39:31

Mauthausen - Gusen - Memorial

Schrecklich waren diese Zeiten,
niemals darf sie wieder sein,
Zeit ist es zum Aufarbeiten,
auszuschütten, sauren Wein.

Das Grauen viele Namen hat,
der Bösen und der Guten,
ein Leben wie ein Attentat,
die Völker mussten bluten.

Tief betroffen von der Tat,
die ihres gleichen sucht,
wer hier auch nur um Hilfe bat,
der war sogleich verflucht.

Tausende sind hingeschieden,
durch der Teufel Hände,
doch diese waren unzufrieden,
verrucht war das Gelände.

Bis zum Tode sind geschunden,
die Völker aller Länder,
tief sind deren offen Wunden,
zerrissen alle Bänder.

Niemals dürfen wir vergessen,
was einst dort ist geschehen,
vom Satan waren sie besessen,
da half auch gar kein Flehen.

Geschlossen wie ein starker Mann,
dem Unrecht stets entgegen,
hinweg gescheucht wird der Tyrann,
wir stehen fest dagegen.


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