
Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt. (mehr Infos hier: http://www.frauen.bka.gv.at/site/5860/default.aspx)
Dieser Tag sollte uns einmal mehr daran erinnern, dass wir Gewalt an Frauen nicht dulden können. Das beginnt bei jedem und jeder einzelnen von uns – indem wir nicht wegschauen und nötigenfalls auch die Polizei rufen – und endet noch lange nicht mit den staatlichen Eingriffen in Gewaltbeziehungen – von Wegweisungen der Gewalttäter bis hin zu Fluchtmöglichkeiten für Opfer (nämlich Frauenhäuser). Solche Eingriffe sind auch dringend notwendig: Laut Polizeistatistik sind über 90 Prozent der Opfer familiärer Gewalt Frauen, und über 90 Prozent der Täter sind männliche Familienmitglieder, vor allem Ehemänner und Lebensgefährten. So wurden von den 37 im letzten Jahr an Frauen begangenen Morden 27 in einer familiären Beziehung begangen.
Daher habe ich mir auch diese Woche in Spanien eine weitere Gewaltschutzmöglichkeit angesehen. Dort wird seit Juli 2009 mittels elektronischer Arm- oder Fußbändern für verurteilte Gewalttäter versucht, Frauen vor ihren gewalttätigen Ex-Partnern zu schützen. Für mich wäre das eine Möglichkeit unbelehrbare Gewalttäter zu überwachen und so Gewalttaten und Morde an Frauen zu verhindern. 


Gabriele Heinisch-Hosek
schreibt am 2009-11-25 18:18:26