Mit Johanna Dohnal haben wir heute eine große Politikerin, die sich unermüdlich für die Rechte der Frauen stark gemacht hat, verloren. Denn ihr Wirken, das 1979 als Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen begann, prägt die Politik bis heute. Sie hat sich ihr ganzes Leben für Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt. Der Name der ersten Frauenministerin Österreichs steht auch noch heute für viele Verbesserungen der Lebenswelt der österreichischen Frauen. Es gelang Johanna Dohnal und dem von ihr geschaffenen Frauenministerium viele Problembereiche zu thematisieren und nachhaltige Verbesserungen für die Situation der Frauen in Österreich zu erreichen. Ihr war es wichtig, nicht nur Politik für Frauen zu machen sondern Politik mit Frauen. Die Frauenbewegung ist ohne die Feministin Dohnal undenkbar.
„Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Zukunft des Feminismus ist nicht eine „weibliche Zukunft“. Es ist eine menschliche Zukunft.Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn!“ (Johanna Dohnal im Jahr 2004). Eine menschliche Zukunft, das hat sich Johanna Dohnal für alle Frauen und Männer in diesem Land gewünscht. Ich wünsche mir, dass wir dieses Zitat in Erinnerung an diese große Frau in Zukunft mit Leben füllen können.
Informationen zu ihrer Person: www.johanna-dohnal.at

Gabriele Heinisch-Hosek
schreibt am 2010-02-20 13:45:00
Das Wesentliche an ihren Taten war, dass Sie nicht nach WählerInnenstimmen geschielt hat, als sie ihre Ziele formuliert und auch gegen Widerstand verwirklicht hat. Was damals nicht mehrheitsfähig war, hat sich im Rückblick als gesellschaftlich notwendig und als deutliche Verbesserung für die Frauen erwiesen. Diese Haltung und Vorgangsweise würde heute der SPÖ z.B. im Integrations- und Asylbereich gut anstehen.
Erna Dittelbach