Erklärung des SPÖ Bezirksvorstandes der SPÖ Penzing zum Tod von Johanna Dohnal:
Trauer um unsere Johanna Dohnal
Heute Morgen ist Johanna Dohnal überraschend verstorben. Es ist ein trauriger Tag für Österreich, für die österreichische Frauenbewegung, für die Sozialdemokratie und für Wien-Penzing. Johanna Dohnal, deren politische Heimat Wien-Penzing war, habe gezeigt, was gelebte Sozialdemokratie bedeute. Johanna Dohnal ist aus einfachen Verhältnissen gekommen und hat sich mit Einsatz, Fleiß und dem Willen, für die Menschen, für die Frauen zu arbeiten, eingesetzt.
Wenn wir heute über Erfolge für Frauen in Österreich - aber auch über noch viele offene Forderungen - sprechen, dann kommen wir nie an Johanna Dohnal, ihren Ideen und ihrer Arbeit vorbei.
\"Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen\", hat Johanna Dohnal einmal gesagt. Und sie ist nie leise getreten. Wenn Johanna Dohnal der Meinung war, dass sie etwas umsetzen will, dann hatte sie mit aller Macht dafür gekämpft. Das hat ihr vor allem beim politischen Gegner, aber auch mitunter in der eigenen Partei nicht immer nur Freunde gebracht. Es hat ihr aber jene nie zu brechende Glaubwürdigkeit, für die Johanna Dohnal Zeit ihres Lebens stand, gebracht. Es bleibt uns nur Danke für viele Jahrzehnte der politischen Arbeit zu sagen. Unser Mitgefühl in dieser schweren Stunde gilt den Angehörigen, allen Verwandten und Freunden.
Johanna Dohnal war über viele Jahrzehnte Vorsitzende der SPÖ-Frauen Penzing, Stellvertretende Bezirksvorsitzende der SPÖ-Penzing, Bezirksrätin, Wiener Gemeinderätin und Abgeordnete zum Wiener Landtag, Staatssekretärin und Frauenministerin.
Der Bezirksvorstand der SPÖ-Penzing

Schorsch Brockmeyer
schreibt am 2010-02-21 16:21:17