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Frauen-Leben

Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

Präsentation Kampagne Frauenhelpline 0800 222 555

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-03-04 15:45:20

Foto Gewaltkampagne 3


 


Heute haben die AÖF (Autonomen Frauenhäuser) die neue Gewaltschutzkampagne zur Bewerbung der Frauenhelpline gegen Männergewalt 0800 222 555 (www.frauenhelpline.at) präsentiert. Rund um den Frauentag werden Inserate in verschiedenen Medien, Spots in Kinos sowie im ORF gezeigt. Als Frauenministerin unterstütze ich  diese Kampagne mit 200.000 Euro.


 


Im Opferschutz in Österreich gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass Österreich gerade für seinen Kampf gegen Gewalt am Rande der UNO-Frauenstatuskommission in New York ausgezeichnet worden ist (Infos hier: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100303_OTS0031/heinisch-hosek-wird-fuer-ihr-engagement-im-kampf-gegen-gewalt-an-frauen-ausgezeichnet). Es gibt viele Länder, die sich an den österreichischen Gewaltschutzgesetzen orientieren würden und für die Österreich ein Vorbild ist. Das ist gut so, ändert aber nichts daran, dass wir uns auf den Lorbeeren im Opferschutz nicht ausruhen dürfen.


 


Denn die schlechte Nachricht ist, dass immer mehr Frauen von Gewalt betroffen sind. Die Zahl der Opfer, die von den österreichischen Gewaltschutzzentren betreut würden, sind von 4.849 im Jahr 2001 auf 14.624 im Jahr 2009 gestiegen. Das ist erschreckend. Die Wirtschaftskrise hat leider dazu geführt, dass die Gewalt in der Familie - vor allem gegen Frauen und Kinder - steigt.


 


Leider vernehme ich Signale aus dem Innenministerium, dass die Gelder für die Gewaltschutzzentren in allen 9 Bundesländern um 15 Prozent gekürzt werden sollen.


Die Gewaltschutzzentren sind aber wichtige Beratungseinrichtungen für Opfer von Gewalt, die vom Frauenministerium und Innenministerium je zur Hälfte finanziert werden. Dafür gibt es eine gesetzliche Verpflichtung.


 


Ich werde die Gelder für die Gewaltschutzzentren jedenfalls aufstocken und alles versuchen, um Innenministerin Fekter davon zu überzeugen, ihren Anteil ebenfalls zu erhöhen und nicht zu kürzen.


 



 


 


Präsentation Gewaltkampagne 2


 



Präsentation neue Gewaltkampagne 1

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