Der Soziologe Andrej Holm wird in der Zeitung „DIE ZEIT“ interviewt.
Details siehe URL. Sehr interessant ist der Abschluss des Gesprächs:
ZEIT: Welche Stadt in Europa halten Sie für ein abschreckendes Beispiel für Stadtentwicklung? Und welche für ein gelungenes? Holm: Obwohl Paris eine schöne Stadt für Touristen ist, ist es aus sozialer Perspektive eines der abschreckendsten Beispiele. Mit einer klaren Abgrenzung zwischen denjenigen, die die Preise in der Innenstadt bezahlen können – und denen, die an den Rändern leben müssen, in den Banlieues. Als positives Beispiel kann man Wien nennen. Wien hat eine der geringsten Segregationsquoten in Europa. Es gibt dort einen ausgeprägten öffentlichen Wohnungsbau, einen großen Anteil an geförderten Wohnungen und eine gute öffentliche Infrastruktur. Sanierungsmaßnahmen werden ganz bewusst in Vierteln initiiert, die vom privaten Markt als nicht so attraktiv eingeschätzt werden. Um nicht noch mit staatlichen Geldern private Aufwertungsprozesse zu verstärken.



Siegi Lindenmayr
schreibt am 2010-03-15 12:16:16