in meinem blog „kopf des tages“ stelle ich heute die wiener spitzenkandidatin für die kommende nationalratswahl vor. andrea kuntzl ist seit 1999 im nationalrat als familiensprecherin tätig und steht für eine menschliche, mutige und moderne politik.
sie wurde 1958 in wien geboren und wuchs im dritten wiener gemeindebezirk auf. seit 1995 ist sie mutter eines sohnes.
mit ihrem politischen engagement begann die studierte soziologin schon während des studiums, vor allem in der anti-akw-bewegung und in der studentInnenpolitik.
bald darauf engagierte sie sich bei der jungen generation in der spö, und war von 1988 bis 1991 die vorsitzende der wiener landesgruppe. von 1992 bis 1996 leitete sie die zukunfts- und kulturwerkstätte, danach übernahm sie das bundesfrauensekretariat der SPÖ bis sie 2000 bundesgeschäftsführerin wurde. in diese zeit fällt auch die projektleitung vom „netzwerk innovation“. seit 1999 ist andrea abgeordnete zum nationalrat. 2003 beendete sie ihre tätigkeit als bundesgeschäftsführerin und widmet sich seit dem ihrer neuen aufgabe als familiensprecherin der spö.
die politischen Schwerpunkte von andrea auntzl liegen in der bildungs- familien- und frauenpolitik. sie setzt sich für faire bildungschancen für alle und für die sofortige abschaffung der studiengebühren ein. wichtig ist ihr eine große bildungsreform. es muss mehr frühförderung stattfinden, die klassen müssen kleiner werden und mehr ganztagsschulplätze gehören angeboten. die defizite im derzeitigen bildungssystem sind an der steigenden zahl der nachhilfeschülerInnen klar erkennbar. mittlerweile bekommt schon jedes zehnte volksschulkind nachhilfe. andreal will bessere schulen statt nachhilfe.
um eltern, und leider vor allem immer noch frauen, bei der vereinbarkeit von beruf und familie zu unterstützen bedarf es einer wiedereinführung der früheren – damals noch in schilling -„kindergartenmilliarde“ in der höhe von 100 millionen euro jährlich. Die bundesregierung muss beim ausbau von kinderbetreuungs- und –bildungseinrichtungen wieder verantwortung in form von investitionen und förderungen übernehmen.
zwei familienpolitisch besondere herzensanliegen sind andrea die reform des kindergeldes und die einführung eine papamonats. das kindergeld muss flexibler gestaltet werden, damit es für jede familiensituation ein maßgeschneidertes modell gibt.
und bei der frauenpolitik? auf ihren plakaten ist zu lesen „faire einkommen für frauen“. immer mehr frauen verdienen trotz arbeit so wenig, dass sie davon nicht leben können. gerade bei den frauen nimmt das phänomen der „working poor“ in den letzten jahren immer mehr zu. andrea kuntzl setzt sich für die eigenständigkeit der frauen ein, und diese sieht sie durch die entwicklung der letzten jahre wieder massiv gefährdet.
wenn du mehr über andrea kuntzl erfahren möchtest besuche ihre persönliche webpage .



Jürgen Wutzlhofer
schreibt am 2006-09-27 09:33:00