
Heute fand wieder einmal der Girls Day statt. Schon ganz in der Früh um 8.30 Uhr konnte ich daher rund 70 Mädchen im Bundeskanzleramt begrüßen, die sich über atypische Berufe informieren wollten. Danach gings unter dem Motto „Anker lichten“ gemeinsam mit Verkehrsministerin Doris Bures weiter zum Twin City Liner, wo sich Mädchen über den Beruf der Kapitänin, von MatrosInnen, Steuerleuten und Maschinistinnen informieren konnten. Und schlussendlich war ich noch mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger beim Kraftwerk Freudenau, wo Mädchen ihre technischen Fähigkeiten beim Hämmern, Biegen und Löten unter Beweis stellen konnten.
Bei all diesen Terminen war die Message klar – und ich möchte sie hier noch einmal eindringlich wiederholen: Es gibt so viel mehr Berufe als Sekretärin, Friseurin und Verkäuferin. Mädchen sollen wählerisch und selbstbewusst sein und ihre Möglichkeiten nutzen.
Hier noch ein paar Zahlen, warum der Girls Day so wichtig ist:
- rund die Hälfte der Mädchen wählt die drei Lehrberufe Frisörin, Bürokauffrau und Handesangestellte obwohl es ca. 270 Lehrberufe gibt
- allein durch die Berufswahl können von Anfang an Gehaltsunterschiede zwischen Mädchen und Buben bestehen. So verdient eine Frisörin im ersten Lehrjahr nur 317 Euro während eine Automechanikerin 460 Euro monatlich bekommt.
- Und bei den Einstiegsgehälter zeigen sich die Gehaltsunterschiede ganz klar:
- Lehre: ElektroinstallateurIn 1.800 Euro und FriseurIn 1.530 Euro
- Schulausbildung: SoftwaretechnikerIn 1.930 Euro und KindergärtnerIn 1.670 Euro
- Studium: MaschinenbauingenieurIn 2.040 Euro und JournalistIn 1.785 Euro















Gabriele Heinisch-Hosek
schreibt am 2010-04-22 18:39:37