Vor einiger Zeit habe ich hier http://www.redbook.at/home/blog/showentry/3169 Fantasien angestellt, wie denn die Bewertungen von Weinen oder Haubenlokalen zustandekommen könnten.
Das ist mir wieder in den Sinn gekommen, wenn ich die aktuellen Diskussionen um die US-amerikanischen Ratingagenturen verfolge. Europäische - und auch österreichische - Politiker agieren hier wie das Kaninchen vor der Schlange. Und wie kommen denn hier die Einschätzungen zustande?
Und unabhängig davon: die Wirtschaft der USA liegt am Boden, der Euro wird weltweit zu Leitwährung und auch China kann wirtschaftlich schon mithalten. Läuft nicht gut für die USA. Nun ja, Libyen oder Afghanistan bombardieren ist die eine Sache, in Europa kommt das nicht so gut. Aber man könnte da ein paar Ratingagenturen ausschicken ... Der Rest ist in den Zeitungen nachzulesen.



Siegi Lindenmayr
schreibt am 2011-12-06 09:13:35
Konrad Inzinger
am 2011-12-20 11:00:18
Ich war auch zuerst der Meinung, es genüge, sich der sog. Ratingagenturen zu entledigen - ich habe dabei aber nicht bedacht, daß wir uns ja schon zuvor der Banken entledigt haben - ich will damit sagen, daß wir diesen lausigen Bewertungen der Ratingagenturen dann nicht ausgeliefert wären, wenn wir nicht vorher unsere Banken verkauft hätten. Nun stehen wir vo dem Problem, daß so kaputte Organisationen wie die Unicredit aus Interessen, die keine österreichischen sind, auf unsere Budgets einwirken können.
Ich glaube daher diese Story nicht mehr - ich sehe vielmehr (und das entsetzt mich!) eine Dramaturgie, die schon Karl Ausch in seinem Buch "Als die Banken fielen" beschrieben hat... vielleicht sollten wir dieses Buch neu auflegen, neu lesen und uns dann darüber Gedanken machen, wie das begann und wohin die Reise gehen kann...