Angeregt durch einen Artikel von Christian Ortner mit obigem Titel vom 7.12.2007 möchte ich dazu folgende Meinung zur Diskussion stellen.
Offensichtlich gibt es - zumindest in Wien - noch immer viele Familien mit Migrationshintergrund, wo Bildungs- und Leistungswille zu schwach verankert sind.
Als Bewohner des 15. Bezirkes sehe ich immer wieder Kinder im Schulalter, die zu einer Zeit, wo meine 4 Kinder (jetzt 33, 30, 15 und 10 Jahre alt) längst im Bett schliefen, noch lärmend auf der Straße herumrennen oder zur Schulzeit (!) in den Parks Fußball spielen. Sprache und Auftreten weisen dabei fast immer auf eine bestimmte Herkunft hin.
Dass dann die Ergebnisse in der Schule nicht stimmen, liegt wohl nicht an einer Benachteiligung durch schlechte Integrationsmöglichkeiten oder Angeboten unserer Schulen, sondern an Disziplinlosigkeit, mangelndem Leistungswillen und fehlendem elterlichen Einsatz. Die Qualität eines kostenlosen Deutschkurses - den man nicht besucht hat (!) - zu bemängeln, ist aus meiner Sicht eine billige Ausrede für mangelnden Integrationswillen. Sprache ist der Schlüssel zum Verstehen jener Sachverhalte, die in der Schule erklärt werden.
Ich kenne Familien aus Afghanistan, Polen, Schweden, Rumänien, Deutschland, Zypern, Griechenland und weiteren Ländern, die in unsere Gesellschaft voll integriert sind. Die österreichische Gesellschaft erbringt also sehr wohl ihren Anteil zu einer wirksamen Integration der Neo-Österreicher. Nur wo Bildungswille und Nationalitätendenken in einem Missverhältnis zueinander stehen, funktioniert Integration nicht. Die Rolle eines falsch verstandenen Islam mit seiner Abschottung gegen die hier beheimatete christliche Kultur als Störfaktor wäre noch zu untersuchen.
"Politisch Korrekte" sprechen dann von „Benachteiligung“ und tragen so nicht zur Problemlösung bei.

Norbert Potensky
schreibt am 2007-12-20 15:01:28
Georg KREJCI
am 2007-12-21 21:23:39
Mich interessieren vor allem die Gründe, welche zB. die OECD zu der "Erkenntnis" brachte, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund vom österreichischen Schulsystem "sehr stark benachteiligt" werden.
Zu der Pisa-Studie selbst:
Interessant ist auch, dass manche Schüler folgende Meinungen vertreten:
- Der Pisa-Test ist nur eine Momentaufnahme und sagt nichts über die Wirklichkeit aus.
- In manchen Ländern werde die Schüler auf Pisa-Tests regelrecht hingetrillt. Man konzentriere sich viel zu stark auf diese Tests.
- Dieser Pisa-Test hat die gleiche Wichtigkeit wie ein Song-Contest.
Tatsache ist jedoch auch, dass sich schon bei der Bildung ein Zweiklassensystem, bzw. eine "Parallelgesellschaft" entwickelt.